Erste Trainings absolviert

"Flickwerk" – Olympia-Schanze steht in der Kritik

Die neue Olympia-Schanze in Predazzo sorgt bei Athleten und Trainern für viel Unmut und Besorgnis. Die ersten Trainings lieen ohne Probleme ab.
Sport Heute
05.02.2026, 22:44
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Kurz vor Beginn der Olympischen Spiele sorgt die Skisprungschanze erneut für Diskussionen. Nach mehreren schweren Verletzungen am Rande der Testläufe im September sahen sich die Veranstalter zu Nachbesserungen gezwungen. Ob diese Maßnahmen ausreichen, daran zweifeln allerdings viele.

Bei der Olympia-Generalprobe auf Matten erwischte es gleich mehrere Athletinnen schwer: ÖSV-Ass Eva Pinkelnig, Kanadas Ex-Weltmeisterin Alexandria Loutitt, Freundin von ÖSV-Ass Daniel Tschofenig, und die japanische Nordische Kombiniererin Haruka Kasai erlitten jeweils einen Kreuzbandriss.

Nach den Vorfällen griff der Weltverband FIS ein und veranlasste Anpassungen an beiden Olympia-Schanzen. Ob diese tatsächlich Wirkung zeigen, wird sich im besten Fall bei den ersten Trainingssprüngen zeigen.

Die Zuversicht hält sich jedoch in Grenzen. Schon im Vorfeld äußern Experten und Verantwortliche erhebliche Bedenken, ob die Veränderungen ausreichend waren. Deutschlands früherer Skisprung-Trainer Werner Schuster erklärte gegenüber "Eurosport": "Unsere Erfahrung zeigt: Alles, was man im Nachhinein begradigt, ist Flickwerk."

Auch Heinz Kuttin, Trainer der deutschen Frauen, findet deutliche Worte: "Es ist traurig, dass so etwas bei den ersten Olympischen Spielen in Mitteleuropa wieder passiert ist. Ich hoffe, dass es jetzt halbwegs gut über die Bühne geht." Wie sicher die Schanze tatsächlich ist, werden letztlich erst die ersten Sprünge zeigen.

ÖSV-Adler vorne mit dabei

Die ersten Trainings am Donnerstag liefen jedenfalls ohne Zwischenfälle ab. Und brachten durchwegs solide Leistungen der ÖSV-Asse. So war Lisa Eder mit 102,5 Metern in ihrem dritten Sprung sogar die Tagesweiteste, überflügelte die bisherigen Saison-Dominatorin Nika Prevc aus Slowenien. Julia Mühlbaches landete mit 97,5 Metern auf dem zwölften Rang.

Bei den Männern hatte Stefan Kraft den ersten Trainingsdurchgang mit seinem Satz auf 103,0 Meter für sich entschieden. Stephan Embacher (102,5 Meter, 102,0 Meter) wurde in den Durchgängen zwei und drei jeweils Vierter, war damit der konstanteste rot-weiß-rote Adler. Jan Hörl zeigte in seinem zweiten Versuch gute 101,5 Meter und wurde Fünfter. Nicht mit dabei war aber der slowenische Überflieger Domen Prevc, der erst am Freitag nach Mailand reist und bei der Eröffnungsfeier gemeinsam mit seiner Schwester Nika die slowenische Fahne tragen wird.

{title && {title} } red, {title && {title} } 05.02.2026, 22:44
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