Zwei Jahre lang haben sie trainiert, für das Casting nahmen sie sogar einen Flug über den Atlantik auf sich: Harrison Wilkins und Hope Hall wollen am 4. Februar 2027 den Wiener Opernball eröffnen.
"Ja, wir sind extra aus New York eingeflogen. Als ich ein Kind war, hat meine Mutter immer vom Wiener Opernball gesprochen. Und mein Vater stammt aus Deutschland", erzählt Wilkins. Auch für Hall ist die Reise etwas Besonderes: "Wir sind sehr aufgeregt und freuen uns riesig."
Im Festsaal des Hotel Imperial stellte sich am Samstag, dem 10. Oktober, knapp die Hälfte der Bewerberpaare persönlich vor. Insgesamt gingen mehrere hundert Bewerbungen aus allen neun Bundesländern und 14 Nationen ein. Gesucht werden 160 Paare mit sicheren Linkswalzerkenntnissen.
Über die Auswahl entscheiden unter anderem Maria Angelini-Santner und ihr Bruder Christoph Santner, die bereits zum siebten Mal für die Choreografie des Eröffnungskomitees verantwortlich sind. Auch Opernballorganisatorin Susanne Athanasiadis begutachtete die Tanzpaare.
Doch woran erkennt man, ob ein Paar das Zeug für den großen Auftritt hat? Christoph Santner erklärt: "Man kann relativ schnell entscheiden, weil man das meistens schon beim Aufstellen des Paares sieht. Und natürlich dann in den ersten paar Schritten. Da weiß man schon: Hat das Potenzial oder wird es eher ein bisschen schwierig?"
Unter den Kandidaten waren bekannte Namen: Opernschülerin Jana Radda, die regelmäßig als junge Salome auf der Bühne steht, sowie Anna Ladstätter und Nicholas Holecek. Auch Philipp Attensam und Sara Celik stellten sich der Jury. Bis feststeht, wer tatsächlich beim Opernball eröffnen darf, müssen sich die Bewerber noch gedulden – erst am 30. Oktober wird entschieden.