Mit seiner Stimme imitiert er nicht nur Prominente wie Herbert Prohaska oder Arnold Schwarzenegger. Kabarettist Alex Kristan nutzt sie auch, um Themen auf die Bühne zu bringen, mit denen der Mödlinger täglich konfrontiert ist, wie das Älterwerden.
Sein Solo-Programm "50 Shades of Schmäh" spielt er nach drei Jahren heuer noch bis Juni, für 21. und 22. Jänner gibt es im Globe Wien etwa noch Restkarten. Wer lieber von daheim aus über seine Pointen lacht, kann den ersten Teil des vergnüglichen Abends am 16. Jänner auf ORF1 (20.15 Uhr) genießen. Am 23. Jänner wird Teil Zwei gezeigt.
Als Kristan vor bald vier Jahren seinen runden Geburtstag feierte, schenkte er sich dieses Programm. "Das erste Lebensdrittel ist vorbei", sagte sich der Optimist in ihm. Wenn man sich als "Best Ager" plötzlich in der Zielgruppe 50+ wiederfindet, hilft nur Schmäh gegen das Blei in den Beinen und das Silber in den Haaren, konstatierte der Comedian. Angeblich soll ja 50 das neue 30 sein. Oder gilt das nur fürs Ortsgebiet?
An dem Punkt im Leben, der sich zwischen gepflegt aussehen und gepflegt werden abspielt, stellt er sich die Frage, ob früher wirklich alles besser war und wenn ja, warum nicht? Kurzsichtigkeit wird jetzt mit Weitblick kompensiert und solange die Torte noch teurer ist als die Kerzen drauf, ist man ohnehin nicht alt. Und die Wahrheit ist, er ist 42 netto, also exklusive Mehrwertsteuer.
Zum Beginn des neuen Jahres teilte Kristan nun erfreut mit, dass er am 6. Oktober mit seinem neuen Solo "Born to be Child" durchs Land touren wird. Dabei will er "ein Lebensgefühl" teilen, "auf das wir im 'Erwachsenenmodus' viel zu oft vergessen, weil die Stimme der Vernunft so laut ist". Dabei folgt er seinem Leitsatz "Vernünftig ist wie tot – nur vorher".
Auf Instagram schmunzelt er: "Die, die mich kennen, haben eh gesagt, wie hätt’s auch anders heißen sollen. Ich freu mich schon sehr auf das neue Baby, schreiben muss ich es halt noch", kündigt er an.