ORF-Star Marcus Wadsak forderte per Klagsandrohung 1.000 Euro vom Wiener Gerhard E. (72) – wir berichteten. Grund ist ein Facebook-Kommentar des Pensionisten, in dem er dem Meteorologen "Klimapanikmache" und das Verbreiten "völlig realitätsferner Theorien" unterstellt hatte.
Der Wetter-Experte fühle sich durch "Unwahrheiten herabgesetzt und in seiner Ehre verletzt", so seine Anwältin Therese Frank. Aufgrund seiner tristen finanziellen Lage darf er das Geld in Raten abstottern. "Einen Prozess kann ich mir einfach nicht leisten", so E. zu "Heute".
Nun schwappt dem 72-Jährigen eine Welle der Solidarität entgegen. Aus Oberösterreich meldete sich ORF-Kritiker Hannes Ehrenbrandtner. Für ihn würden die Aussagen unter die Meinsungsfreiheit fallen.
Er könne sich vorstellen, mit dem Verein für "Menschenrechte und Meinungsfreiheit" als Prozessfinanzierer aufzutreten, da er sich besonders der europäischen Menschenrechtskonvention verpflichtet fühlt.
"Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit und Pressefreiheit sind für mich unverhandelbar", stellt er klar und will dem 72-Jährigen beistehen. Auch Anwalt Sascha Flatz glaubt, für Gerhard E. in der Causa vor Gericht reüssieren zu können. Stoppt der Pensionist die Ratenzahlung, würde es wohl zum Prozess mit dem ORF-Wetterexperten kommen.