Gery Seidl nimmt in einem neuen Podcast kein Blatt vor den Mund. Im Gespräch mit Gerald Fleischmann für das krone.tv-Format "Message Macht Medien" spricht der Kabarettist und Schauspieler über gesellschaftliche Entwicklungen, öffentliche Debatten und seine persönlichen Erfahrungen.
Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie Authentizität, Sprache und der Umgang mit unterschiedlichen Meinungen - auch mit Blick auf die Coronazeit. Seidl kritisiert hauptsächlich die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft und eine aus seiner Sicht fehlende Debattenkultur.
Auch aktuelle Streitfragen kommen in dem Gespräch mit Fleischmann zur Sprache. So äußert sich der Kabarettist unter anderem zu Cancel Culture, Klima- und Genderdebatten sowie zum Umgang mit Mohammed-Witzen.
Darüber hinaus spricht Seidl auch über seine Erfahrungen mit dem ORF. Thema sind dabei auch Passagen aus seinem Bühnenprogramm, die nach seinen Angaben aus TV-Ausstrahlungen herausgeschnitten wurden – darunter auch ein "Armin Wolf"-Witz.
"Auch Armin Wolf wurde rausgeschnitten. Ich hab gesagt: 'Wenn man heute Leute kennen lernt, die einen anderen Text haben als Armin Wolf', wurde Armin Wolf rausgeschnitten", verrät der Kabarettist im Interview mit krone.tv-Podcaster Fleischmann. Als Seidl den Grund dafür wissen wollte, wurde mitgeteilt: "Zu lange!"
Als Fleischmann von Seidl wissen wollte, ob man Witze über Mohamed machen könne, stellte dieser klar: "Schauen Sie, der Mohamed … mein Gott würde sich nicht auf Niveau begeben, beleidigt zu sein, wenn man über ihn einen Witz macht … Grundsätzlich würde ich all jenen, die an Mohamed glauben, zutrauen, dass sie so weit kommen zu sagen: Mein Gott verträgts."
Auf die Frage, wie viele Geschlechter es gibt, erklärte der Kabarettist: "Keine Ahnung. Ich kenne Mediziner, die sagen, es gibt zwei. Ich kenne Archäologen, die sagen, es gibt zwei. Wir sind bei 50, 60, 70, 72. Ich weiß es nicht. Vielleicht soll es so viel geben, wie es Menschen gibt auf dem Planeten..."