Knalleffekt vor ORF-Wahl

ORF-Paukenschlag! Top-Manager Pius Strobl freigestellt

Der ORF hat Manager Pius Strobl mit sofortiger Wirkung freigestellt. Als Grund nennt der Sender "Compliance-Themen".
André Wilding
08.06.2026, 13:44
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Beim ORF sorgt eine weitere Personalentscheidung für Aufsehen. Pius Strobl, einer der bekanntesten Manager des öffentlich-rechtlichen Senders, wurde freigestellt – das berichtet das Nachrichtenmagazin "Profil".

Der ORF bestätigte die Maßnahme auf Anfrage gegenüber dem "Standard" und verwies dabei auf Compliance-Themen. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

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Umstrittener Manager

Strobl zählt seit Jahren zu den einflussreichsten Führungskräften im Unternehmen. Er war einst vom damaligen ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zum Sender geholt worden. Zunächst leitete er die Kommunikation, später übernahm er unter anderem die Verantwortung für den Eurovision Song Contest 2015 in Wien sowie das umfangreiche Bau- und Sanierungsprojekt des ORF-Zentrums.

Laut aktuellem ORF-Transparenzbericht war Strobl im Jahr 2025 mit einem Bruttojahresbezug von 469.000 Euro der bestbezahlte Manager des Unternehmens. Damit lag sein Einkommen über jenem der amtierenden ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher sowie des im März zurückgetretenen Generaldirektors Roland Weißmann.

Turbulenzen rund um Weißmann

Die Freistellung erfolgt wenige Monate nach den Turbulenzen rund um Weißmann. Eine Mitarbeiterin aus Strobls Geschäftsbereich hatte im März mithilfe von Dokumenten aus ihrer Kommunikation mit dem damaligen Generaldirektor Vorwürfe sexueller Belästigung gegen Weißmann erhoben und dessen Rücktritt gefordert.

Weißmann legte sein Amt am 8. März zurück. In weiterer Folge wurde ihm vom ORF gekündigt. Gegen diese Kündigung geht der frühere Generaldirektor inzwischen vor dem Arbeits- und Sozialgericht vor.

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