ORF-Anchor wehrt sich

"Wenn das nicht rassistisch ist..." – Wolf legt nach

Wenige Tage vor der Wahl des neuen ORF-Generaldirektors sorgt ein Streit um Moderator Armin Wolf für Aufregung. Nun spricht dieser Klartext.
Newsdesk Heute
08.06.2026, 12:36
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Am Küniglberg sorgt kurz vor der Wahl der neuen ORF-Spitze ein heftiger Konflikt für Gesprächsstoff. Im Mittelpunkt steht "ZiB 2"-Moderator Armin Wolf, der mit Aussagen über die Generaldirektor-Kandidatin Eva Schütz für Kritik gesorgt hat.

Auslöser war die Nominierung von Schütz durch Gregor Schütze, den stellvertretenden Vorsitzenden des ORF-Stiftungsrates. Wolf reagierte darauf in sozialen Medien mit scharfen Worten.

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"Rassistische Fake News-Schleuder"

Auf Bluesky bezeichnete er Schütz als "die Herausgeberin einer rechten, rassistischen Fake News-Schleuder". Dass Schütze sie für den Spitzenposten beim ORF für geeignet halte, mache ihn "ratlos", schrieb Wolf.

Die Aussagen lösten umgehend Reaktionen aus. Besonders scharf fiel die Kritik von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker aus.

"Die jüngsten Aussagen von ORF-Moderator Armin Wolf sind an Überheblichkeit und Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Ausgerechnet ein Vertreter jenes Senders, der erst kürzlich mit einer beispiellosen Fake-News-Kampagne gegen parlamentarische Mitarbeiter der FPÖ aufgeflogen ist, maßt sich an, andere als ,Fake-News-Schleuder‘ zu diffamieren. Das System ORF zeigt hier seine hässliche Fratze der Intoleranz gegenüber jedem, der nicht auf Linie ist", so Hafenecker.

E-Mail an ORF-Chefin

Mittlerweile beschäftigt der Fall auch den ORF-Stiftungsrat. Stiftungsrat Peter Westenthaler wandte sich per E-Mail an die interimistische ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher und meldete einen möglichen Verstoß gegen den Ethikkodex.

In seinem Schreiben heißt es: "Hiermit darf ich einen klaren Verstoß gegen den ORF-Ethikkodex anzeigen." Westenthaler vertritt die Ansicht, dass Wolf mit seinen Äußerungen gegen die Bestimmungen des Ethikkodex für private Wortmeldungen von ORF-Mitarbeitern verstoßen habe.

Statement von Armin Wolf

Der ORF-Moderator selbst weist die Vorwürfe entschieden zurück. Gegenüber der "Heute" verteidigt Armin Wolf seine Aussagen in dem Posting und verwies auf Inhalte der Website von Eva Schütz:

"Auf der Website von Frau Schütz ist prominent von ,Teppichlutschern‘ und ,dahergelaufenen Muslimen, die ,auf allen Vieren aus dem Kukuruz gekrochen‘ sind, die Rede. Wenn das nicht rassistisch ist, fällt mir nicht mehr viel ein. Dass die Website laufend Fake News verbreitet, ist vielfach dokumentiert. Mein Posting ist also selbstverständlich, wie von den ORF-Richtlinien verlangt – und wie Herr Westenthaler natürlich weiß –, sachlich begründet."

Nur wenige Tage vor der Entscheidung über die künftige ORF-Führung sorgt damit nicht die Wahl selbst, sondern ein Streit über Meinungsäußerungen und den Ethikkodex für Schlagzeilen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 08.06.2026, 12:36
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