Der Aufruhr um die Moderation beim Hahnenkamm-Rennen bekommt eine neue Wendung. Denn wie jetzt deutlich wird, war Melissa Naschenweng nie "abgesetzt" – sie war immer die erste Wahl des ORF. Dass heuer plötzlich Lisa-Marie Friedle, die Tochter von DJ Ötzi, vor der Kamera stand, hatte einen simplen Grund: Naschenweng war terminlich verhindert.
ORF-Generaldirektor Roland Weißmann räumt gegenüber der "Kronen Zeitung" mit den Gerüchten auf: "Es war nicht der ORF, der Melissa Naschenweng nicht mehr wollte. Sondern sie hat uns heuer aus Termingründen abgesagt."
Damit wird klar: Friedle war eine kurzfristige Ersatzlösung, kein geplanter Generationswechsel. Dennoch sorgte die Umbesetzung für Diskussionen. Auch, weil die 23-Jährige nach nur einer Sendung in große Fußstapfen treten musste.
Und auch bei den Zahlen zeigt sich: Die Ausgabe mit Lisa-Marie Friedle und DJ Ötzi erreichte laut "Krone" 634.000 Zuseher. Im Jahr zuvor, mit Melissa Naschenweng, waren es 639.000. Ein kleiner Unterschied – für den ORF offenbar aber aussagekräftig genug.
Denn intern zieht man nun Konsequenzen. Melissa Naschenweng soll im kommenden Jahr zurückkehren, Gespräche laufen bereits. Ihr Management bestätigte entsprechende Verhandlungen, ein Vertrag liegt allerdings noch nicht unterschrieben vor.
Für Lisa-Marie Friedle bedeutet das wohl das rasche Ende ihres Moderationsabenteuers. Nach nur einem Einsatz dürfte sie wieder ersetzt werden. Nicht aus persönlichen Gründen, sondern weil der ORF nun zu seinem ursprünglichen Plan zurückkehrt.