Für die meisten Menschen ist ein Orgasmus etwas Angenehmes – doch für einige wird er zur Belastung. Beim sogenannten Postorgasmic Illness Syndrome (POIS) folgen auf den Höhepunkt plötzlich grippeähnliche Beschwerden. Eine seltene, aber oft stark belastende Erkrankung.
Das "Postorgasmic Illness Syndrome" ist eine seltene Störung, bei der Betroffene nach einem Orgasmus körperliche und psychische Symptome entwickeln. Diese können Minuten bis Stunden danach einsetzen und teilweise mehrere Tage anhalten.
Die Erkrankung wurde erstmals Anfang der 2000er-Jahre beschrieben und ist bis heute wenig erforscht.
Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt.
POIS tritt überwiegend bei Männern auf, es gibt aber auch Hinweise auf Fälle bei Frauen. Die Dunkelziffer dürfte hoch sein, da viele Betroffene aus Scham nicht darüber sprechen oder die Symptome nicht richtig einordnen können
Eine Standardtherapie gibt es bisher nicht. Die Behandlung richtet sich nach den individuellen Beschwerden.
In einigen Fällen berichten Betroffene von Verbesserungen durch gezielte Therapieansätze – eine vollständige Heilung ist jedoch selten.
Wer nach dem Orgasmus regelmäßig krankheitsähnliche Symptome bemerkt, sollte das ernst nehmen und medizinisch abklären lassen. Auch wenn POIS selten ist: Es ist real – und behandelbar, zumindest teilweise.