Im christlichen Glauben wird in der Nacht von Ostersamstag zu Ostersonntag das Osterfeuer entzündet. Hiermit wird offiziell die Fastenzeit beendet und das "Licht der Welt" – also Jesus Christus – wieder in die abgedunkelte Kirche getragen.
Doch dieses romantische Feuer kann sich ganz schnell in ein Flammeninferno verwandeln. Vor allem weil es aktuell zu trocken ist. Ein kleiner Funkenflug genügt und schon stehen Wiesen und Wälder in Flammen – mehr dazu hier und hier.
Osterfeuer sind nicht meldepflichtig, solange sie privat sind. Doch die Feuerwehr warnt vor unsachgemäßer Handhabung. Bei Wind sollte auf das Brauchtum verzichtet werden, weiters sollten Erwachsene das Feuer überwachen und Löschmittel sollten immer bereit stehen.
Auch die Waldbrandverordnung muss beachtet werden. In einigen Bezirken, wie von Bruck an der Leitha bis Neunkirchen, ist es untersagt, in der Nähe eines Waldes ein Feuer zu entzünden. Die Böden sind einfach zu staubtrocken.
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Und Osterfeuer sind auch für Wildtiere gefährlich. Denn die aufgeschichteten Haufen werden oft als Unterschlupf für Igel, Spitzmäuse, Schlangen und viele andere Tiere verwendet. Je länger der Haufen bereits aufgeschichtet ist, desto mehr tierische Bewohner befinden sich darin. Sobald das Laubfeuer entzündet ist, können sie den Flammen nicht mehr entkommen.