Im Jahr 2025 wurden in Österreich rund 451,4 Millionen Pakete transportiert. Das sind um 5 Prozent mehr als noch 2024. Von diesen Paketen wurden 415,6 Millionen innerhalb Österreichs zugestellt, 35,8 Millionen gingen ins Ausland.
Wie der Jahresbericht der RTR (Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH) zeigt, reagieren die heimischen Postdiensteanbieter auf die aktuelle Paketflut und bauen das Netz der Abholstationen laufend aus. Ende 2025 gab es bereits rund 6.860 Paketboxen – mehr als doppelt so viele wie noch ein Jahr davor.
Dr. Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Bereich Telekommunikation und Post, stellt klar: "Diese Entwicklung verdeutlicht aber auch, dass dieses Versorgungsangebot von den Konsumenten bereits gut angenommen wird. Das ist auch bei Überlegungen zu einem neuen Postmarktgesetz und in der angekündigten EU-Verordnung mitzubedenken."
Während die Paketmengen steigen, gehen die Briefsendungen weiter zurück. 2025 wurden etwa 465 Millionen Briefe verschickt – das sind um 8,5 Prozent weniger als 2024. Gründe dafür sind unter anderem der Rückgang der Werbesendungen, die Verlagerung auf E-Mails oder Chatnachrichten und die stärkere Nutzung von E-Government-Angeboten.
Dass der klassische Brief immer mehr an Bedeutung verliert, zeigt sich auch an den Daten zu Beschwerden, die im aktuellen Bericht erstmals angeführt werden. Insgesamt gab es 2025 etwa 440.000 registrierte Beschwerden. Davon betrafen knapp 55 Prozent die Kategorie Paket und rund 20 Prozent die Kategorie Brief.
Steinmaurer betont abschließend: "Auch ökologische Aspekte und Nachhaltigkeit sind ein immer wichtiger werdendes Thema bei den österreichischen Postdiensteanbietern. Deshalb erheben und veröffentlichen wir seit dem 4. Quartal 2025 auch Daten zur Nachhaltigkeit bei der Beförderung von Postsendungen."
Der RTR Post Monitor erscheint vier Mal im Jahr und liefert aktuelle Daten zum österreichischen Postmarkt. Die aktuellen Zahlen findest du online unter www.rtr.at/post-monitor-2025.