Palästinenser eingeladen? Kritik an Herzog in Israel

Die Nominierung von Andreas Herzog als Teamchef von Israel stößt nicht nur auf Zustimmung. Aus einigen Medien schlägt dem Wiener Kritik entgegen.

Andi Herzog übernimmt zum ersten Mal den Teamchef-Posten bei einer A-Nationalmannschaft. Der 49-Jährige soll Israel zur EM führen. Dort ist man aber nicht nur positiv auf den Wiener zu sprechen. Grund dafür ist ein Tor, das Herzog in der WM-Quali 2001 erzielte – und eine unfreundliche Berichterstattung in einigen Medien.

Entscheidendes Tor



In der Quali für die WM 2002 trafen Österreich und Israel im entscheidenden letzten Gruppenspiel aufeinander. Dem ÖFB-Team reichte ein Punkt für das Play-off-Ticket hinter Spanien. Israel benötigte einen Sieg, ging im Heimspiel auch 1:0 in Führung. Doch in der Nachspielzeit erzielte Herzog das 1:1. Es kam zu Tumulten im Stadion. Das Tor scheint noch heute in Israel nachzuhallen.

Palästinenser eingeladen?

So verwies jedenfalls "The Times Of Israel" zur Bestellung Herzogs als Teamchef auf jenes Spiel und meint: "Herzog sagte in der Vergangenheit, dass er nie so viel Feindseeligkeit gespürt hatte, als bei seinem Aufenthalt in Israel." Weiter heißt es: "Das 1:1 verhinderte Israels Teilnahme an der WM 2002 und bedeutete, das Österreich qualifiziert war." Tatsächlich scheiterte Österreich aber im Play-off an der Türkei. Dann zitiert "The Times Of Israel" die Online-Plattfort "Ynet": "Vor dem Spiel ermutigte er (Herzog, Anm.) Palästinenser, zum Spiel zu kommen und sein Team gegen Israel zu unterstützen."

Große Vorfreude



Herzog jedenfalls freut sich auf seine Aufgabe. "Es ist eine große Ehre", meint Österreichs Rekord-Nationalspieler. "Das ist meine ultimative, meine allergrößte Herausforderung. Ich will unbedingt mit Israel zu einer Endrunde." Viel Zeit zur Vorbereitung hat er nicht, er übersiedelt gleich nach Tel Aviv. "Es geht sofort los. Ich muss die Spieler beobachten." (heute.at)

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