Vier Formel-1-Rennen und zwei Sprints stehen in der Motorsport-"Königsklasse" noch auf dem Programm. McLaren-Pilot Lando Norris führt die Wertung aktuell mit einem Punkt Vorsprung auf seinen Teamkollegen Oscar Piastri an. Vierfach-Champion Verstappen machte in den letzten Wochen viel Boden gut, hatte schon 104 Punkte Rückstand auf Piastri, nun liegt der Red-Bull-Star 36 Punkte hinter Norris – an vier Wochenenden durchaus aufholbar.
NcLaren machte jüngst durch die sogenannten "Papaya Regeln" Schlagzeilen. Diese legen ganz strikte Rahmenbedingungen des WM-Kampfes fest. "Ich finde es ziemlich seltsam, was gerade bei McLaren passiert", meinte Verstappen-Papa Jos, selbst ehemaliger Formel-1-Pilot, vor dem Grand-Prix-Wochenende in Sao Paulo gegenüber dem "Telegraaf".
Gerade die Leistung des einstigen WM-Führenden Piastri in den letzten Wochen brachte Papa Verstappen zum Stirnrunzeln. "Piastri kann ja nicht plötzlich das Autofahren verlernt haben", warf er ein. Und wurde dann deutlich: "Wenn ich er wäre – oder zumindest sein Manager – würde ich intern zumindest einmal mit der Faust auf den Tisch hauen. Denn im Moment fragen sich alle, ob er mit dem Druck umgehen kann. Und das ist nicht gut für das eigene Ansehen und für Piastris Ruf", ergänzte der Niederländer. Ex-Red-Bull-Fahrer Mark Webber ist als Manager Piastris aktiv. Die Rolle des Australiers wurde zuletzt mehrmals hinterfragt.
Ex-Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone stellte jüngst in den Raum, dass der Rennstall Norris bevorzugen würde. "Es mag auf den ersten Blick so wirken, ich habe da aber keine Einblicke", meinte Jos Verstappen, fügte aber vielsagend an: "Wenn ich Piastri wäre, würde ich jetzt aber für mich selbst einstehen."
Nur logisch, denn ein Stall-Duell der beiden McLaren-Piloten könnte vor allem seinem Sohnemann helfen, den fünften WM-Titel doch noch zu erreichen.
Der Große Preis von Sao Paulo steigt am Sonntag. Start ist um 18 Uhr.