Machtkampf

Pariasek-"Degradierung"? Jetzt spricht ORF-Sportchef

In der ORF-Sportredaktion kracht es. Sportchef Hannes Aigelsreiter meldete sich nun zum vermeintlichen Konflikt mit Rainer Pariasek zu Wort.
Sport Heute
28.10.2025, 19:43
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Seit 2023 führt der 61-jährige Aigelsreiter die Sportredaktion im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Und das nicht ohne Gegenwind. Aigelsreiter, der zuvor nicht Teil der Redaktion war, hatte zunächst den stellvertretenden ORF-Sportchef Robert Waleczka entmachtet, sich auch mit den Stars der Redaktion "angelegt". Allen voran mit dem bekannten Moderator Rainer Pariasek.

Dieser erhielt immer weniger TV-Zeit im heimischen Rundfunk. Beginnend mit dem ÖFB-Cupfinale 2024, in dem der Star-Moderator überraschend nicht mehr vor der Kamera stand. Der Konflikt gipfelte dann in einer Onlinesitzung im Sommer 2025, als der 61-jährige Pariasek vergessen hatte, sein Mikrofon stummzuschalten und dann für alle hörbar über Aigelsreiter sagte: "Oida, du bist so ein Schwafler".

Pariasek in Kitzbühel auf die "Ersatzbank"?

Der ORF-Sportchef selbst versucht die Übertragungen deutlich weiblicher zu besetzen. Auch wenn Pariasek jüngst beim Ski-Weltcup-Auftakt in Sölden im Einsatz war, auch durch die ÖFB-Cupübertragungen des heimischen Rundfunks am Dienstag und Mittwoch führt.

Doch Moderatorinnen wie Kristina Inhof, Alina Zellhofer oder Karina Toth stehen für den neuen, weiblichen Weg des ORF-Sport. Der könnte nun auch dazu führen, dass Pariasek beim Saisonhighlight, den Hahnenkamm-Rennen Ende Jänner 2026, womöglich nicht mehr durchs Programm führen könnte. Schon im Jänner 2025 moderierte Zellhofer bereits bei der Slalom-Übertragung vom Ganslernhang.

Pariasek-"Degradierung"? Das sagt Aigelsreiter

Auf den bekannten Moderator angesprochen, gab sich Sportchef Aigelsreiter gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" aber versöhnlich. "Rainer ist eine wichtige Marke im ORF-Sport und ich habe großen Respekt vor seinen Leistungen. Von einer Degradierung kann keine Rede sein",  so der 61-Jährige, der jedoch betonte: "Fest steht aber genauso, dass ich anderen Kolleginnen und Kollegen ebenfalls die Möglichkeit gebe und geben werde, in der ersten Reihe zu stehen, um bei sportlichen Großereignissen zu performen." Gut möglich, dass Pariasek am Fuße der Streif also tatsächlich auf die "Ersatzbank" muss.

Aigelsreiter selbst hat derweil auch ein angespanntes Verhältnis zur ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz. "Fakt ist, dass es in der Vergangenheit nicht immer reibungsfrei in der Zusammenarbeit und der Kommunikation gelaufen ist", so Aigelsreiter, der anfügte: "Aber ja, es stimmt, ich leiste mir den Luxus einer eigenen Meinung."

Mit dieser Meinung könnte der 61-Jährige bald ein noch höheres Amt anstreben: den Posten des ORF-Generaldirektors, die Wahl findet hier 2026 statt. Er könne sich eine Bewerbung vorstellen, ließ Aigelsreiter wissen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 28.10.2025, 20:26, 28.10.2025, 19:43
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