Ausgerechnet die große Sommerhitze hat einem Freibad in Niederösterreich einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Im Parkbad Bruck an der Leitha sollte ein beliebtes Erlebnisbecken saniert werden – doch die Bauarbeiten wurden zur Pechserie.
Im April wurden bei einer Kontrolle Schäden am Erlebnisbecken festgestellt. Kurz darauf hätte eigentlich das Wasser in jenem Becken eingefüllt werden sollen. Daraus wurde jedoch nichts. Eine größere Sanierung wurde stattdessen notwendig.
Die Stadtgemeinde Bruck an der Leitha schildert auf "Heute"-Anfrage die Hintergründe. Noch im Herbst 2025 sei das gesamte Becken kontrolliert worden. "Da hat alles noch gepasst", heißt es aus dem Rathaus.
Über den Winter dürfte sich dann allerdings Wasser hinter den Fliesen angesammelt haben.
Es folgte die Suche nach einem Bauunternehmen, welches das öffentliche Bad sanieren würde. Anfang Juni starteten schließlich die Arbeiten. Geplant war, die Sanierung bereits Anfang Juli abzuschließen. Doch die extreme Hitze machte den Arbeitern einen Strich durch die Rechnung.
"Der Putz musste Zentimeter für Zentimeter schichtweise aufgetragen werden", erklärt die Stadtgemeinde gegenüber "Heute". Trotz dieser vorsichtigen Vorgehensweise sei das Material durch die hohen Temperaturen sofort eingetrocknet und gleich wieder abgebröckelt. Auch Fliesen, die gerade erst an der Beckenmauer angebracht wurden, fielen kurze Zeit später wieder zu Boden.
Damit war der Zeitplan endgültig dahin. Zusätzlich braucht das Erlebnisbecken ein neues Geländer. Dieses würde laut Stadt erst Mitte September fertig installiert sein – zu einem Zeitpunkt, an dem die Badesaison ohnehin bereits vorbei ist.
Ohne das neue Geländer hätte man das Becken aus Sicherheitsgründen ohnehin nicht öffnen wollen. Dazu kommt ein wirtschaftlicher Grund: "Es würde sich nicht rechnen, das ganze Becken jetzt für zwei Wochen einzulassen und kurz danach wieder auszulassen", heißt es aus der Stadtgemeinde.
Das Erlebnisbecken bleibt deshalb für den Rest der Saison gesperrt. Für Badegäste gibt es deswegen einen reduzierten Eintrittspreis.
Im Zuge der Arbeiten wurde laut Stadt auch der restliche Bereich des Freibads kontrolliert. Zumindest dort gebe es keine Auffälligkeiten. "Da sieht alles gut aus", heißt es.
Im Erlebnisbecken wird unterdessen weitergearbeitet. Ziel ist es, sämtliche Schäden noch heuer zu beheben, damit das Parkbad 2027 wieder ganz normal und fertig saniert in die Saison starten kann.
Billig wird die Sache allerdings nicht: Die Stadt rechnet für die aktuelle Sanierung derzeit mit Kosten zwischen 70.000 und 100.000 Euro.