Das beliebte "Mai-Lüfterl" Fest in Stammersdorf (Wien-Floridsdorf) zählt zu den größten Freiluftveranstaltungen der Stadt und lockt jedes Jahr tausende Besucher aus Wien und Niederösterreich an. Vor Ort darf man sich auf eine Mischung aus regionalen Weinen, traditioneller Heurigenschmankerlküche, musikalischer Unterhaltung und Attraktionen für Kinder freuen.
Doch ausgerechnet heuer kontrollierten Parksheriffs während der Feierlichkeiten die Einhaltung der Parkgesetze – sehr zum Unmut der FPÖ. Zahlreiche Besucher sollen dort massiv abgestraft worden sein. Die Parkplätze waren bei der großen Besucheranzahl naturgemäß rar. Dementsprechend groß war auch die Frequenz der ausgeteilten Strafzettel.
Bezirksparteiobmann Wolfgang Irschik spricht von einem Fehltritt: "Während beim Mai-Lüfterl tausende Menschen bei bestem Wetter feiern und sogar Bürgermeister Ludwig vor Ort ist, schickt die Stadt gleichzeitig die Parkraumüberwachung los, um die Besucher abzukassieren."
Für den FPÖ-Politiker ist das unverständlich: "Seit über 30 Jahren gibt es dieses traditionsreiche Fest, so etwas haben wir jedoch noch nie erlebt!"
Irschik sieht darin ein Zeichen für die finanzielle Lage der Stadt: "Offenbar braucht Wien jeden Cent, wenn man nicht einmal bei einem Fest für die Bevölkerung ein Auge zudrücken kann. Statt Unterstützung gibt es beinharte Strafaktionen auf dem Rücken der Wienerinnen und Wiener."
Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer findet dafür noch drastischere Worte: "Das ist diese unerträgliche SPÖ-Politik. Niederösterreicher, die in Wien arbeiten und Steuern und Abgaben zahlten, fliegen reihenweise aus den Wiener Spitälern und werden bei einer Maifeier beinhart abgezockt. Aber Asylwerber aus aller Herren Länder genießen ein Rund-um-sorglos-Paket in Wien."
Zum Abschluss fordert der Floridsdorfer Politiker ein Umdenken bei der Stadtregierung: Veranstaltungen wie das "Mai-Lüfterl" müssten laut der FPÖ unterstützt und nicht durch strenge Kontrollen belastet werden.
Ob die Kritik gehört wird, bleibt abzuwarten – für viele Besucher dürfte der Festbesuch heuer jedenfalls teurer geworden sein als geplant.