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"Pathfinder: Wrath of the Righteous" – rätselhaft

Das für Herbst geplante RPG "Pathfinder: Wrath of the Righteous" lässt sich nicht in die Karten blicken. Auch in der Vorschau bleibt es rätselhaft.

Rene Findenig
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    Das Setting von "Pathfinder: Wrath of the Righteous" ist weit düsterer ausgefallen als jenes von "Kingmaker", sowohl erzählerisch, als auch optisch.
    Das Setting von "Pathfinder: Wrath of the Righteous" ist weit düsterer ausgefallen als jenes von "Kingmaker", sowohl erzählerisch, als auch optisch.
    Owlcat Games

    Nach dem soliden Rollenspiel "Pathfinder: Kingmaker", das mit umfangreichen Helden-Klassen und Aufbau-Möglichkeiten glänzte, arbeitet das Studio Owlcat Games nun an dem Rollenspiel "Pathfinder: Wrath of the Righteous", das zwar im selben Universum spielt, vieles wie den Aufbau des Königreichs im Vorgänger aber streicht und durch einen mobilen Kriegszug ersetzen will. "Heute" hatte die Chance, das Game vor dem Release im September 2021 am PC erstmals anzuspielen.

    Das Setting von "Wrath of the Righteous" ist weit düsterer ausgefallen, sowohl erzählerisch, als auch optisch. Als Held muss man Truppen um sich scharen, um zur "Weltenwunde" vorzudringen. Dort wurde von Jahren eine Kluft zum Abyss geöffnet, aus dem seither Dämonen das Gebiet fluten und es in Dunkelheit tauchen. Offenbar im wahrsten Sinne des Wortes: Teils sind die Spielszenen so derart düster gehalten, dass mit flackerndem Feuerschein nur einige wenige Figuren erkennbar sind.

    Spieler als Truppenführer und Held

    Der Spieler bekommt eine Doppelrolle spendiert: Einerseits kann er im typischen Rollenspiel-Stil eine Gruppe aus bis zu sechs Helden zusammenstellen und damit Aufträge und Missionen erledigen, die die Erfahrungswerte nach oben schrauben und uns bessere Ausrüstung spendieren. Andererseits bekommt der Spieler eine ganze Armee unter seine Kontrolle, bei der man verschiedene Truppen zusammenstellt und sie auf einer Weltkarte ausschickt, um Gebiete zu erobern. Das Spielgeschehen kann dabei in Echtzeit mit Pause-Funktion oder rundenbasiert ablaufen.

    Besonderes der zweite Aspekt bleibt noch mysteriös: Momentan gibt es noch keinerlei taktische Komponente im Truppen-Kampf, vielmehr beschränkt man sich momentan auf das reine Bewegen der Armee von einem Platz zum anderen. Gut möglich aber, dass Owlcat Games die Taktik noch aufspart, denn immerhin kann man entscheiden, ob die Truppen etwa eine Festung über eine Mauer, eine Brücke oder eine Tunnelanlage stürmen sollen – was derzeit noch ohne Auswirkungen blieb.

    Viel Neues noch in Vorbereitung

    Die Grafik stimmt jedenfalls schon mal, denn geht es einmal nicht düster zu, sieht man, wie sich schön animierte und detailreich gestaltete Figuren durch die Schlösser und Festungen säbeln, während Feuerstellen Rauch und Glut versprühen und die Wände in Licht und Schatten tanzen lassen. Etwas mürrisch zeigt sich noch die Kamera, die gerne mal mehrere Truppenmitglieder aus dem Auge verliert oder verschwinden lässt. Und die KI lässt ebenfalls noch zu wünschen übrig: Schwerbewaffnete Soldaten werden manchmal von sichtbaren oder unsichtbaren Wänden in ihre Schranken gewiesen.

    Dennoch blitzt durch, dass auch "Pathfinder: Wrath of the Righteous" ein fantastisches Rollenspiel werden könnte. Denn genau das, was am Vorgänger so gefallen hat, hat die Vorschau noch komplett ausgespart: Die sich je nach Entscheidung verändernde Handlung, ein tiefgehendes Figuren-System mit zahlreichen Spezialisierungen und eine Freiheit, selbst nach moralischen Werte oder bösen Absichten vorgehen zu können. Dazu werden auch viele Figuren ihre eigenen Storys und Quests bekommen und viele neue Klassen eingeführt. Die Vorschau-Version selbst blieb bis zum Ende rätselhaft – ein ganz heißer Rollenspiel-Tipp ist "Pathfinder: Wrath of the Righteous" aber trotzdem schon jetzt allemal.

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