Seit über 60 Jahren sind die Piloten der Austrian Airlines ohne einen tödlichen Zwischenfall unterwegs. Damit zählt man zu einer der sichersten Fluggesellschaften der Welt – ein hoher Qualitätsstandard, den man halten möchte. Daher müssen die AUA-Piloten auch doppelt so oft im Simulator trainieren, wie vorgeschrieben.
Aktuell müssen sich die Piloten des rot-weiß-roten Carriers auch einer Umschulung unterziehen. Der Grund ist, dass die AUA ihre letzte Boeing 767-300ER in rund einem Monat in den Ruhestand schicken wird, berichtet "austrianwings.info". Anfang der 2000er-Jahre musste die Fluggesellschaft sechs Maschinen dieses Typs von der Lauda Air übernehmen. Dies geschah damals auf Wunsch der Politik, um die Pleite von Lauda Air zu vermeiden.
Seit 2021 begann die AUA damit die Flieger auszumustern. So wurden vorerst die drei ältesten 767 stillgelegt. Erst vor wenigen Wochen wurde eine weitere der Maschinen zur Verschrottung nach Arizona überstellt. Nun sollen auch die beiden verbleibenden Boeing 767-300ER im November und Dezember verschwinden. Die Umschulung der Piloten auf neue Muster laufe laut dem Bericht bereits seit Monaten.
So sollen vier Erste Offiziere auf die Kurzstrecke wechseln und die Kapitänsausbildung auf dem Airbus A320 durchlaufen. Des Weiteren sollen die übrigen Kapitäne und Erste Offiziere auf die Boeing 777/787 trainiert werden. Die beiden Maschinen können mit der gleichen Typenberechtigung sowie einem theoretischen "Differences Training" geflogen werden.