Drohen Österreich zu Halloween Ausschreitungen? In sozialen Medien wird für Samstag, den 31. Oktober, zu Protesten in mehreren Städten aufgerufen. Unter dem Motto "GenZ regelt" sollen die Teilnehmer ab 12 Uhr auf die Straße gehen. Besonders brisant ist die Botschaft: "Nicht mehr leise sein - wir müssen es so machen wie Frankreich."
Hintergrund sind die jüngsten Krawalle mit Plünderungen und Zerstörungen in Frankreich und anderen europäischen Ländern. Die österreichischen Sicherheitsbehörden haben die Aufrufe bereits im Blick.
Wiens Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl spricht von "Mobilisierungsversuche für offenbar gewaltbereite, staatsgefährdende oder anders subversive Treffen oder Veranstaltungen". Angemeldet wurden entsprechende Versammlungen in Wien bislang nicht.
Allein in der Hauptstadt sollen am Samstag mehrere Hundert Polizisten im Einsatz sein. Auch österreichweit wird die Polizeipräsenz verstärkt. Unterstützung erhalten die Streifen unter anderem von Bereitschaftseinheiten, Diensthundeführern und Schnellen Interventionsgruppen. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) kündigte ein konsequentes Einschreiten an.
Dass es rund um Halloween zu Ausschreitungen kommen kann, zeigte sich bereits 2022 in Linz. Die Polizei warnt deshalb auch heuer vor strafbaren Aktionen.
"Aktionen wie das Verunstalten oder Beschmieren von Häusern und Autos, das Zerstören von Briefkästen oder Mülltonnen, Diebstahl und das Bedrohen von Personen stellen ernsthafte strafbare Handlungen dar und werden konsequent zur Anzeige gebracht", heißt es seitens der Exekutive.