Die Halloween-Nacht rückt näher und in Österreich will die Polizei auf mögliche Zwischenfälle vorbereitet sein. Besonders in Linz und Wels sind die Ausschreitungen aus dem Jahr 2022 noch in Erinnerung. Nun sorgen Aufrufe in sozialen Netzwerken für erhöhte Aufmerksamkeit bei den Behörden.
Für die Nacht auf den 1. November werden zusätzliche Polizisten eingesetzt. Auch in Wels sind verstärkte Sicherheitsmaßnahmen geplant.
Vor vier Jahren kam es zu Halloween sowohl in Linz als auch in Wels zu heftigen Ausschreitungen. Die damaligen Ereignisse spielen bei den aktuellen Sicherheitsvorbereitungen eine Rolle.
Auch in anderen europäischen Städten beschäftigen mögliche Proteste und gewaltsame Auseinandersetzungen die Behörden. In sozialen Netzwerken verbreiten sich zahlreiche Videos, in denen zu Protestaktionen aufgerufen wird.
Für Linz sind bisher allerdings keine Demonstrationen mit Bezug zu Halloween angemeldet.
Die oberösterreichische Polizei verfolgt etwa die Entwicklung in den sozialen Netzwerken genau. Dabei geht es vor allem darum, mögliche Aufrufe zu Ausschreitungen rechtzeitig zu erkennen. Polizeisprecherin Julia Kriegner erklärt gegenüber dem ORF:
"Die sozialen Medien werden natürlich genau von uns beobachtet, egal ob Instagram, TikTok oder Facebook. Wir haben das im Blick." Die Beamten wollen mögliche Zwischenfälle möglichst früh erkennen und verhindern.
Um auf mögliche Ausschreitungen reagieren zu können, wird die Polizei in der Halloween-Nacht mit zusätzlichen Kräften im Einsatz sein. "Wir sind selbstverständlich personell in dieser Nacht aufgestockt", bestätigt Kriegner gegenüber dem ORF.
Die Sicherheitsvorkehrungen beschränken sich dabei nicht auf die Linzer Innenstadt. Auch angrenzende Gebiete werden bei den Vorbereitungen berücksichtigt.
In Wels bereiten sich die Behörden ebenfalls auf die Halloween-Nacht vor. Wie die Stadt in einer Aussendung mitteilt, sollen neben der Polizei auch die Ordnungswache und private Sicherheitsdienste verstärkt im Einsatz sein.
Damit will man auf mögliche Störungen der öffentlichen Ordnung vorbereitet sein. Auch in Wels kam es 2022 rund um Halloween zu Ausschreitungen.
Neben möglichen Protesten hat die Polizei auch das Verhalten einzelner Halloween-Feiernder im Blick. Denn nicht alles, was als Streich gedacht ist, bleibt ohne rechtliche Folgen. Polizeisprecherin Kriegner stellt klar gegenüber dem ORF klar: "Strafrechtliche Konsequenzen beginnen bei Sachbeschädigungen und Körperverletzungen"
Ob es in diesem Jahr tatsächlich zu Ausschreitungen kommt, ist offen. Die Polizei setzt jedenfalls auf zusätzliche Einsatzkräfte und eine genaue Beobachtung der Lage, um auf mögliche Vorfälle rasch reagieren zu können.