Der 28. Oktober ist für alte Wetterweisheiten ein ganz besonderer Tag. Denn laut einer traditionellen Bauernregel könnte es mit dem milden Herbstwetter bald vorbei sein. Der Winter soll bereits vor der Tür stehen.
Hinter dieser Vorhersage steckt eine jahrhundertealte Tradition, mit der Bauern versuchten, den Wechsel der Jahreszeiten besser einzuschätzen.
Am 28. Oktober erinnert die Kirche an die Apostel Simon und Judas. Ihr Gedenktag gilt in der bäuerlichen Wetterkunde als sogenannter Lostag. Mit diesem Datum sind mehrere überlieferte Wetterregeln verbunden.
Eine davon lautet: "Wenn Simon und Judas vorbei, so rückt der Winter herbei". Eine weitere alte Weisheit geht sogar noch einen Schritt weiter: "Simon und Juda, ja die zwei, führen oft Schnee herbei." Beide Sprüche verbinden das Ende des Oktobers mit dem Beginn der kalten Jahreszeit.
Schon vor Jahrhunderten beobachteten Bauern das Wetter über längere Zeiträume hinweg. Dabei versuchten sie, wiederkehrende Entwicklungen zu erkennen und daraus Hinweise für ihre landwirtschaftliche Arbeit abzuleiten.
Besonders wichtig waren bestimmte Tage im Jahresverlauf, denen eine Bedeutung für die bevorstehende Witterung zugeschrieben wurde. Dazu zählt auch der Gedenktag von Simon und Judas.
Nach der Überlieferung soll dieser Tag einen Übergang markieren: Die milderen Herbsttage gehen zu Ende, während winterliche Temperaturen und sogar Schnee näher rücken.
Die beiden Bauernregeln vermitteln eine klare Botschaft: Ab Ende Oktober müssen sich die Menschen auf winterlichere Verhältnisse einstellen. Eine verlässliche Wetterprognose für den 28. Oktober oder die darauffolgenden Tage lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.
Die alten Sprüche spiegeln vielmehr die Beobachtungen und Erfahrungen früherer Generationen wider. Ob der Winter tatsächlich schon Ende Oktober Einzug hält, entscheidet letztlich das Wetter selbst.
Am Mittwoch überwiegen insgesamt die Wolken, die Sonne lässt sich anfangs ganz im Osten und am Vormittag dann im Most- und Waldviertel wieder zeitweise blicken. Am Nachmittag zieht es schließlich allgemein zu und nachfolgend breitet sich von Westen her leichter Regen aus. Der Wind dreht auf West und frischt gegen Abend mäßig auf, je nach Sonne werden 8 bis 15 Grad erreicht.
Der Donnerstag startet trüb und vor allem im Bergland noch gebietsweise nass. Am Vormittag trocknet es ab, die Wolken lockern aber nur zögerlich etwas auf. Dazu weht mäßiger bis lebhafter Nordwestwind und die Temperaturen steigen auf 9 bis 14 Grad.
Am Freitag halten sich abseits der Alpen hochnebelartige Wolken, die Sonne lässt sich nur gelegentlich blicken. Bis auf etwas Nieselregen bleibt es aber trocken, häufig sonnig wird es auf den Bergen. Bei mäßigem Nordwestwind liegen die Höchstwerte zwischen 8 und 13 Grad.