Statt eines Hoteldiebs zu suchen, ermittelt die kroatische Polizei nun gegen einen österreichischen Urlauber. Der 70-Jährige hatte behauptet, dass mehrere Tausend Euro aus seinem Zimmersafe verschwunden seien. Doch bei den Ermittlungen stellte sich laut Polizei heraus, dass der angebliche Diebstahl gar nicht stattgefunden hatte.
Für den Mann könnte seine Anzeige jetzt strafrechtliche Konsequenzen haben.
Der Vorfall ereignete sich in der kroatischen Küstenstadt Rovinj, einem beliebten Urlaubsziel auf der Halbinsel Istrien. Am 18. Oktober erschien der 70-jährige Österreicher auf einer Polizeistation und erstattete Anzeige.
Seinen Angaben zufolge waren während seines Hotelaufenthalts mehrere Tausend Euro aus dem Safe seines Zimmers verschwunden. Dabei äußerte der Urlauber auch einen konkreten Verdacht.
Wie die kroatische Tageszeitung "Glas Istre" berichtet, brachte er das vermeintliche Verschwinden des Geldes mit einem Zimmerwechsel in Verbindung. Hotelmitarbeiter hatten zuvor seine persönlichen Gegenstände in ein anderes Zimmer gebracht.
Die kroatischen Ermittler gingen der Anzeige nach und überprüften die Angaben des Österreichers. Dabei kamen sie zu einem anderen Ergebnis als der 70-Jährige.
Nach den Ermittlungen der Polizei hatte es den behaupteten Diebstahl nicht gegeben. Die Geschichte war demnach erfunden.
Warum der Urlauber den angeblichen Verlust des Geldes meldete, ist nicht bekannt.
Die Angelegenheit hat für den 70-Jährigen nun ein rechtliches Nachspiel. Der Mann wurde bei der zuständigen Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Vortäuschung einer Straftat angezeigt.
Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren läuft bereits. Damit könnte der Österreicher, der ursprünglich selbst als Opfer zur Polizei gegangen war, nun auf der Anklagebank landen.
Ob es tatsächlich zu einer Anklage kommt, ist derzeit noch offen. Für den Mann gilt die Unschuldsvermutung.