Das Auge isst bekanntlich mit – doch bei diesen Bildern, die gerade europaweit viral gehen, dürfte vielen der Appetit vergehen. Kleine Tiger planschen in einer Sauce, Speck und Eier schwimmen im Wasserglas. Was nach einem schlechten Scherz klingt, war tatsächlich auf einer Essens-Lieferplattform zu sehen. Dahinter steckt ein missglückter Versuch mit künstlicher Intelligenz (KI). Auch bei Lieferando in Österreich tauchen falsche Essensbilder auf.
Besonders kurios: Aus "Tiger Prawns" (Riesengarnelen) machte die KI in Großbritannien kurzerhand kleine Tigerbabys, die in einer Knoblauch-Zitronen-Sauce planschen. Auch ein Frühstück mit Brot, Speck und Eiern wurde zum Reinfall. Die KI verwandelte es in ein Getränk, in dem die Zutaten schwammen.
Die Bilder verbreiteten sich rasch im Internet. Manche Nutzer kündigten sogar an, bei Restaurants mit KI-Fotos nicht mehr bestellen zu wollen.
Dabei konnten die betroffenen Lokale offenbar nichts dafür, berichtet der "Standard". Just Eat soll die Bilder ohne Rückfrage eingefügt und teilweise sogar echte Fotos ersetzt haben. Einige Betreiber berichteten, dass gelöschte KI-Bilder erneut auftauchten.
Nach heftiger Kritik hat Just Eat den Einsatz der KI-Bilder vorerst gestoppt. Die fehlerhaften Aufnahmen sollen entfernt werden. Ganz aufgeben will der Konzern die Technologie aber nicht.
Der Test betraf vor allem Großbritannien. Doch auch auf der österreichischen Lieferando-Plattform finden sich zahlreiche KI-Bilder.
In Österreich seien grobe Fehler offenbar selten, berichtet der "Standard" nach einem Test. Einen kuriosen Ausrutscher gibt es dennoch: Ein Cheeseburger mit Pommes verwandelte sich auf dem Foto plötzlich in ein Ribsteak mit Bratkartoffeln.