Peinlich! Herzog & Israel blamieren ÖFB-Team

Österreich verliert auch Spiel zwei in der EM-Quali. Bei Israel setzte es gegen ÖFB-Rekordspieler Andi Herzog eine 2:4-Blamage.

Blamage in Israel. Das ÖFB-Team geriet am Sonntag im Sammy Ofer Stadium (Haifa) unter die Räder. Teamchef Andi Herzog fertigte mit Israel sein Heimatland mit 4:2 ab. Eran Zahavi entschied das Spiel mit seinem Hattrick. Salzburgs Munas Dabbur erzielte den vierten Treffer. Marko Arnautovic' Doppelpack für Österreich war zu wenig.

Nach der 0:1-Auftaktpleite gegen Polen am Donnerstag rückt der Traum von der EM-Endrunde 2020 für Franco Foda und sein Team damit schon nach zwei Quali-Spielen in weite Ferne.

Vielversprechender Start



Österreich startete aggressiv, das Team von ÖFB-Rekordspieler Herzog agierte wackelig. In Minute acht legte Valentino Lazaro über rechts in den Rückraum auf Peter Zulj. Der Anderlecht-Legionär steckte durch die Beine eines Verteidigers den Ball auf Arnautovic durch. Der Superstar vollstreckte eiskalt – 1:0. Österreich verabsäumte es nach dem geglückten Auftakt, aus der Überlegenheit weiteren Profit zu schlagen.

Die erste gefährliche Aktion der Gegner führte sogleich zum Gegentreffer. China-Legionär Zahavi köpfte in Minute 34 ein, weil Maximilian Wöber nicht klärte, Andreas Ulmer die Flanke zuließ, Martin Hinteregger in der Mitte zu weit von seinem Mann weg war.

Österreich verstolpert Chancen



Das ÖFB-Team ließ beste Möglichkeiten auf das 2:1 aus. Marko Arnautovic scheiterte nach Ulmer-Vorlage am bärenstarken Gäste-Keeper Ariel Harush. Bei der darauffolgenden Ecke köpfte Aleksandar Dragovic an die Latte. Marcel Sabitzers Schuss aus dem Rückraum wurde zur Ecke abgefälscht. Wieder kam Dragovic zum Kopfball – Harush rettete in höchster Not. All das spielte sich binnen einer Minute ab (41.).

Höchststrafe: Statt selbst in Führung zu gehen, kassierte Österreich mit dem Pausenpfiff das 1:2. Das Team von Teamchef Foda verteidigte einen Freistoß peinlich, ließ gleich drei Gegner allein zum Ball gehen. Zahavi übernahm Verantwortung, schnürte sein Doppelpack. Pikant: Er war vor Andi Herzogs Bestellung zum Teamchef suspendiert worden, weil er die Kapitänsbinde zu Boden geworfen hatte. Herzog hatte den Angreifer vor der EM-Quali begnadigt. Der zahlte es ihm mit Toren zurück.

Zahavi-Hattrick



Der Nackenschlag vor der Pause lähmte das ÖFB-Team. Israel hingegen geigte nach dem Seitenwechsel im Konter locker auf. Zahavi war nicht mehr zu bremsen. In Minute 55 packte er sein neugewonnenes Selbstvertrauen in einen Schuss aus gut 20 Metern Entfernung. Goalie Heinz Lindner streckte sich vergeblich. Der Ball schlug im linken Kreuzeck ein.

Dabbur schlägt zu



In der österreichischen Abwehr brannte es lichterloh. Die Fünferkette hatte Zahavi und Salzburg-Star Munas Dabbur nichts entgegenzusetzen. Zweiterer zeigte als Bundesliga-Legionär keine Gnade. In Minute 66 verwertet Dabbur aus kurzer Distanz zum 4:1. Herzog, der von Beginn an nervös durch seine Coaching-Zone stapfte, wich die Anspannung aber selbst jetzt keine Sekunde aus dem Gesicht.

Israels Teamspieler hatten es nicht mehr eilig. Krämpfe, gemütliche Wege zur Seitenlinie bei Auswechslungen. Den Gästen fehlte es aber ohnehin nicht nur an Zeit, sondern vor allen Dingen an Ideen. Ein Geistesblitz von Marcel Sabitzer ließ in Minute 75 dann doch noch einen Funken Hoffnung aufkeimen. Er schlapfte den Ball aus großer Distanz an die Latte. Arnautovic setzte nach und nickte zum 2:4 ein. Es sollte nur Ergebniskosmetik sein.

(S.Klein)

(SeK)

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