Tierische Unterschrift

Schnell noch vor der Pummerin unterschreiben

Eine Petition fordert ein Verbot von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2, um Tiere vor Lärm, Licht und gesundheitlichen Schäden zu schützen.
Heute Tierisch
31.12.2025, 11:15
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Immer mehr folgen den wortspielerischen Mottos "Gusch statt Tusch" oder "Bussi statt Böller" des Österreichischen Tierschutzvereins. Die Petition gegen die überholte Silvesterknallerei wird längst nicht mehr nur von Tierfreunden unterzeichnet und auch der Präsident der Tierärztekammer Franz Schantl erklärt nochmal die Folgen für Wild-, Haus- und Nutztiere:

„Das sind panische Ängste. Sie wissen nicht, wie sie darauf reagieren sollen. Das sind Geräuschreize, das sind Lichtreize, das sind Geruchsreize, mit denen die Tiere nicht umgehen können. Sie können sich denen nur schwer entziehen. Schmerzen erleiden die Tiere durch das Einwirken auf ihre Gehörorgane, sie haben ein vielfach empfindlicheres Gehör als Menschen.“

Feuerwerkskörper ab der Kategorie F2, zu denen auch Schweizer Kracher zählen, sollen laut einer laufenden Petition komplett verboten werden. Derzeit dürfen diese ab 16 Jahren gekauft werden. Auch diese Ausnahmen zu Silvester sollen endlich gestrichen werden.

"Gusch statt Tusch" ist nicht nur ein lustiges Wortspiel, sondern auch richtig wichtig! Unterschreibe jetzt HIER!

Menschen ziehen mit Hunden in den Keller

Damit es den Tieren so leicht wie möglich gemacht wird, empfiehlt Schantl, Hunde schon vorab körperlich und geistig auszulasten. Zu Hause sollte ein sicherer Rückzugsort geschaffen werden: "Vielleicht mit einem Höhlencharakter. Ich habe viele Bekannte, die mit den Hunden in den Keller ziehen. Es sollten gewohnte Personen anwesend sein. Man errichtet eine angenehme Atmosphäre mit einer Musikkulisse. Man soll die Hunde nicht alleinlassen, aber auch nicht mit Übervorsorge überschütten. Das macht sie nur noch unsicherer."

Nicht nur Haustiere leiden – auch Wildtiere sind betroffen. Durch den Stress verlieren sie wichtige Kraftreserven für den Winter. Schantl meint dazu: "Es verwundert mich, dass keine Bewusstseinsbildung stattfindet. Von vielen Seiten hört man die negativen Einflüsse, aber anscheinend ist es noch so tief und kindlich verwurzelt in den Leuten. Es gibt viele Argumente, mittlerweile werden die Argumente immer mehr. Es haben sich auch die Unfallchirurgen eingeschaltet, auch die Landwirtschaft, aber diese Appelle verhallen anscheinend."

In den sozialen Medien gehen die Wogen hoch. Seit Tagen wird heftig darüber diskutiert, ob privates Feuerwerk sein muss oder nicht. Vor allem aus Deutschland tauchen immer wieder Fotos und Videos auf, wo Menschen stundenlang auf die Öffnung von Verkaufsstellen warten und ihre Einkaufswagerl mit Böllern und Raketen vollpacken. Zwei Minuten teurer Spaß ist also die schreckliche Todesangst der Tiere immer noch wert? Traurig.

"Gusch" im Ortsgebiet

Im Ortsgebiet sind Feuerwerkskörper grundsätzlich verboten, außer es gibt eine spezielle Ausnahmegenehmigung. Besonders streng ist das Verbot in der Nähe von Menschenansammlungen, Kirchen, Gotteshäusern, Krankenhäusern, Kinder-, Alten- und Erholungsheimen, Tierheimen und Tiergärten. Wer sich nicht an die Vorschriften hält, riskiert Verwaltungsstrafen von bis zu 3.600 Euro.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 31.12.2025, 11:55, 31.12.2025, 11:15
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