Ausnahmezustand in Frankreich

"Pflanzen verbrennen" – Glut-Hitze wird immer ärger

Die Hitzewelle sorgt für Ausnahmezustand in Frankreich. In Dutzenden Départements gilt Warnstufe Rot – das gab es noch nie. Meteorologen warnen.
Newsdesk Heute
21.06.2026, 09:37
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Unsere Alpenrepublik liegt derzeit am Rande einer mächtige Hitzekuppel. Während Österreich bei schwül-heißen 35 Grad schon keucht, trifft es die Franzosen noch deutlich schlimmer. Sie liegen im Zentrum des Omega-Hochs.

"Die Hitzewelle nimmt eine neue Dimension an", warnt der erfahrene Meteorologe Guillaume Séchet. Ein neuer Schwall heißer Saharaluft erreicht am Sonntag den Westen Europas. Deshalb wurde in 35 Départements die höchste Stufe der Hitzewarnung (rot) ausgegeben. "Eine Situation, die in Frankreich beispiellos ist", sagt er.

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"Das Intensivste steht noch bevor"

Die Prognose ist nichts für schwache Nerven: "Das Intensivste steht noch bevor". Die "Glut" aus Marokko und Algerien wird sich bis Dienstag oder Mittwoch weiter verstärken. "Ein absoluter Temperaturrekord in Frankreich ist nicht völlig ausgeschlossen", mahnt Séchet. Wenngleich das auch "unwahrscheinlich" sei.

Für ein neues Allzeithoch müssten die 46 Grad Celsius vom 28. Juni 2019 überboten werden. Aktuell werden von den Wettermodellen Höchsttemperaturen von "nur" 43 bis 44 Grad vorhergesagt. Hotspot ist dabei der Westen des Landes, von den Pyrenäen bis hoch in die Normandie.

Einen solchen Horror-Tag will man in Frankreich nicht nochmal erleben. "Als die Temperatur im Schatten im Gard 46°C erreichte, ist die Vegetation vor Ort verbrannt", erinnert der Meteorologe. Ein beigefügtes Foto zeigt die damals sehr in Mitleidenschaft gezogenen Weinreben.

Die Tage ab Montag, vor allem aber der Dienstag und Mittwoch, dürften jedoch mit die heißesten sein, die in Frankreich seit mindestens 1945 beobachtet wurden. Der landesweite Temperaturindex dürfte nahe an die 30 Grad heranreichen. Bei den extremen Hitzewellen 2003 und eben 2019 wurden damals 29,4 Grad gemessen.

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