Weitere Festnahmen!

Bungee-Tragödie: Neue Wende im Todesfall Maria (21)

Nach dem tödlichen Bungee-Unfall einer 21-Jährigen in Brasilien hat die Polizei drei weitere Verdächtige festgenommen.
Newsdesk Heute
21.06.2026, 07:29
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Eine Woche nach dem tödlichen Bungee-Unfall der brasilianischen Studentin Maria (†21) in Limeira, Bundesstaat São Paulo, nimmt der Fall eine neue Wendung. Die Polizei hat am Samstag drei weitere Personen festgenommen, die an der Organisation des Sprungs beteiligt gewesen sein sollen. Das berichtet der TV-Sender Globo G1.

Laut den Ermittlern stehen zwei Männer und eine Frau im Verdacht, wichtige Beweise unterschlagen oder vernichtet zu haben. Im Fokus steht dabei eine Kamera, mit der das Opfer seinen Sprung filmen wollte. Das Gerät ist bis heute verschwunden.

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Kamera im Fokus

Wie die zuständige Ermittlerin Andréa Levy mitteilte, gibt es Hinweise darauf, dass nach dem Unglück digitale Inhalte gelöscht wurden. Außerdem soll die Kamera, die den Ablauf des Sprungs dokumentiert hätte, gezielt entfernt worden sein. Die Polizei erhofft sich von dem Material entscheidende Erkenntnisse über die letzten Sekunden vor dem tödlichen Sturz.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um die 29-jährige Betreiberin der informellen Sprunggruppe "Entrecordas" sowie zwei Männer im Alter von 25 und 27 Jahren. Die Verdächtigen wurden in Rio de Janeiro, Limeira und Indaiatuba aufgegriffen.

Parallel dazu wurden Hausdurchsuchungen durchgeführt. Ermittler beschlagnahmten Mobiltelefone, elektronische Geräte und weitere mögliche Beweismittel.

"Mentaler Blackout"

Die Verteidiger weisen die Vorwürfe zurück. Einer der Anwälte erklärte, seine Mandanten seien erst nach dem eigentlichen Sprung eingebunden gewesen. Sie hätten bei der Bergung geholfen und Erste Hilfe geleistet. Einer der Männer habe die vermisste Kamera nach dem Sturz sogar noch am Körper der jungen Frau gesehen.

Bereits am Tag der Tragödie auf der Skelettbrücke waren drei Instruktoren festgenommen worden. Gegen sie wird wegen Tötung mit Eventualvorsatz ermittelt. Die Männer konnten laut Polizei nicht erklären, wie es dazu kommen konnte, dass die Sicherheitsleine nicht am Körper der Teilnehmerin befestigt war. Sie hätten einen "mentalen Blackout" gehabt.

Videoaufnahmen zeigen, wie Maria von den Instruktoren an den Rand der Plattform geführt und anschließend in der sogenannten Flugzeug-Position in die Tiefe geworfen wurde. Die notwendige Sicherung wurde dabei offensichtlich vergessen und blieb am Boden der Konstruktion liegen. "Als sie fiel, hörte ich alle rufen: 'Das Seil, das Seil'", erinnerte sich später eine Augenzeugin.

Die 21-Jährige stürzte rund 40 Meter in die Tiefe und starb noch am Unglücksort. Zeugen berichteten, dass die vorgeschriebene Sicherheitskontrolle vor dem Sprung nicht durchgeführt worden sei.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.06.2026, 07:30, 21.06.2026, 07:29
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