Pizza-Chef tötet aggressive Schlange in Wiener Kinderzimmer

Eine Schlange nahm am Mittwoch in Wien-Meidling ein Kinderzimmer komplett ein. Doch der Nachbar, Pizza-Chef Alfredo, löste das Problem heroisch.

Kurioser tierischer Vorfall im 12. Wiener Gemeindebezirk: Während eine Meidlinger Familie den Mittwochnachmittag im Garten verbrachte, schlüpfte eine Schlange unbemerkt in ihre Wohnung. Als das Reptil bei der Terrassentür ankam, sah "Heute"-Leserin Martha* (Name von der Redaktion geändert) ein zunächst nur etwa zwei Zentimeter langes Tier: In der Annahme, dass es sich um eine Nacktschnecke handelte, griff sie zu. Dann eskalierte die Situation.

Schlange nistete sich in Kinderzimmer ein

Leserin Martha stellte schnell fest, dass das scheinbar harmlose Kleintier eine dann doch immer länger werdende Schlange war. Diese ergriff in weiterer Folge über das Wohnzimmer die Flucht und verschwand plötzlich im Kinderzimmer. Marthas neunjährige Tochter verließ kreischend die Wohnung, ihr zweites Kind war zu dem Zeitpunkt glücklicherweise nicht im Zimmer. Geistesgegenwärtig suchte die Tochter nebenan in einem Pizza-Lokal um Hilfe.

Leserin: "Schlange wurde noch aggressiver"

Dort wurde es dann noch kurioser: Als die Neunjährige dort fünf Schulfreunde antraf, kamen gleich alle Kids zurück in die Wohnung, denn: Die anderen Kinder wollten das Kriechtier hautnah erleben. Darüber hinaus referierte eines der Kinder im abgelaufenen Schuljahr über Blindschleichen – ein wahrlicher "Experte" war also mittendrin statt nur dabei.

In Begleitung ihrer Väter versuchte man, das Reptil aus den vier Wänden zu jagen– doch die Versuche, die Schlange mit einem Kübel einzufangen, scheiterten alle kläglich. "Wir probierten, die Schlange hinauszubefördern, aber sie wurde dabei noch aggressiver. Ich war erschrocken über ihre Kraft", berichtete Familienmutter Martha im Gespräch mit "Heute".

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Restaurant-Chef ohne Angst und in James-Bond-Manier

Erneut flüchtete die Tochter der Wienerin ins Restaurant und bat die Gastro-Mitarbeiter um dringende Hilfe. Da kam der Chef des Restaurants höchstpersönlich zur Rettung. Im Anzug samt Besen und Zange stürmte der Geschäftsführer der Pizzeria in die Wohnung und suchte nach der schleichenden Gefahr.

Die Schlange versteckte sich letztendlich in einer Bastelschachtel der Kinder, dort versetzte der Pizza-Chef der Natter mit dem Besen einen Todesstoß. "Ich bin dem Herrn unendlich dankbar für seinen Mut und wie er das Tier bis zum Ende durch das Kinderzimmer jagte", sagte die aufgewühlte Mutter im "Heute"-Talk.

Für den Geschäftsführer des Restaurants war die Befreiung der Familie von der Äskulapnatter keine große Sache: "Vor der Schlange hatte ich keine Angst. Martha ist eine ausgezeichnete Nachbarin und für mich war das kein Problem, ihr zu helfen."

Reptilien-Expertin rät von Tötung ab

Karin Ernst, Expertin für Herpetologie, bestätigte auf Anfrage von "Heute", dass es sich um eine der vier in Wien heimischen Schlangenarten handelte. Die Äskulapnatter sei laut Ernst für Menschen völlig harmlos und nicht giftig. Folgen müsse man bei einem Biss also keine befürchten: "Würde man von einem wehrhaften Individuum dieser Arten gebissen werden, sind etwaige Folgen in keiner Weise besorgniserregend und wie alle kleine Wunden selbst zu behandeln."

Von solchen Aktionen rät die Expertin jedoch dringend ab, denn: Diese Reptilien sind streng geschützt – das Töten ist also laut dem Wiener Naturschutzgesetz eigentlich verboten.

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