Sebastian Kurz knallhart

"Politik der offenen Grenzen hat uns schwächer gemacht"

Österreichs jüngster Altkanzler feiert am 27. August seinen 40er. Im Geburtstags-Interview mit "Heute" blickt Sebastian Kurz zurück und nach vorne.
Clemens Oistric
27.08.2026, 05:00
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Er war einst viel beachteter JVP-Chef, dann jüngster Staatssekretär, jüngster Kanzler – nun jüngster Altkanzler und Jung-Unternehmer: Zu seinem 40. Geburtstag sprach Sebastian Kurz mit "Heute" (Video in voller Länge oben) unter anderem über:

Sein Leben

"Bis jetzt war es sehr spannend, ich habe alle Stationen genossen. Ich würde sagen, dass ich sehr oft in meinem Leben Glück hatte."

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Höhere Macht

"Ich glaube an Gott, das ändert aber nichts daran, dass es manchmal auch Glück im Leben braucht."

Politische Einstellung

"Es ist bekannt, dass ich Mitte-rechts bin."

Lieblingspartner in der Politik

"Meine Wunschkoalition war definitiv die erste, mit der FPÖ – das war eine stabile, gute und populäre Regierung, die viel zustande gebracht hat. Ich hätte sie gerne fortgesetzt und glaube, dass das gut für Österreich gewesen wäre."

„Die Bevölkerung wird Abschiebungen in den nächsten Jahren zu Recht einfordern.“
Sebastian KurzEx-Kanzler, Unternehmer
Kurz: Talk mit "Heute"-Chefredakteur Oistric
Sabine Hertel

Zusammenarbeit mit den Grünen

"Ich bin kein Fan linker Ideen."

Seinen Sturz als Kanzler

"Die Justiz wurde als Waffe verwendet; Ermittlungen von den Grünen benützt, um politische Entscheidungen herbeizuführen."

Flüchtlingskrise

"Angela Merkels 'Wir schaffen das' hat nicht nur die Bevölkerung überfordert. Die Politik der offenen Grenzen war ein Weg, der Europa schwächer, ärmer und unsicherer gemacht hat. Es ist tragisch, dass es damals so viele anders gesehen haben."

„Wer da ist, muss Deutsch lernen, arbeiten gehen, einen Beitrag leisten.“

Integration

"Der Erfolg der Integration hängt in erster Linie von der Zahl der zu Integrierenden ab. Wenn sehr viele kommen, wird es schwieriger. Und wenn das Menschen aus ganz anderen Kulturkreisen – männlich, schlecht ausgebildet – sind, dann sind all die Probleme, die wir jetzt sehen, eine logische Folge. Und wer da ist, muss Deutsch lernen, arbeiten gehen, einen Beitrag leisten."

Abschiebungen

"Ich bin mir sicher, dass Europa in den nächsten Jahren nicht nur versuchen wird, illegale Migration zu stoppen, sondern so viele Menschen wie möglich zurückzustellen, die illegal gekommen sind. Es wird Leute geben, die dagegen ankämpfen, aber die Bevölkerung wird das zu Recht einfordern."

Möglichkeit eines Machtwechsels nach rechts

"Dass die Wählerinnen und Wähler entscheiden, ist Demokratie. Es ist gut, wenn die Politik ein Wettbewerb der besten Ideen ist und nicht in Gut und Böse unterschieden wird. Ich bin definitiv nicht links, aber es ist gut, dass es ein Meinungsspektrum von links bis rechts gibt."

Europa

"Wir sind am falschen Weg. Wir verlieren – etwa durch überbordende Regulierung – in Europa massiv Wohlstand.

KI-Boom

"Ich sehe das grundsätzlich positiv, habe selbst vor dreieinhalb Jahren ein Unternehmen in dem Bereich gegründet und bin somit Profiteur. Klar ist aber auch: Es werden sich ganz viele Jobs verändern, es werden viele Arbeitsplätze wegbrechen. Wir müssen es daher schaffen, andere, neue zu schaffen. Bei Technologie sind uns die USA und China meilenweit voraus. Es ist mir nicht egal, dass alles den Bach hinuntergeht."

Millionär durch Unternehmertum

"Geld war nie mein Antrieb."

Seinen 40. Geburtstag

"Ich verbringe ihn – wie immer – mit meiner Familie auf unserem Bauernhof im Waldviertel."

Familienplanung

"Je mehr Kinder, desto besser …"

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