"Bürgernähe praktisch leben"

Politiker will Swingerparty im Rathaus feiern

Aufregung in Deutschland: Ein Kommunalpolitiker plant im Rathaus der Stadt Mannheim eine Swingerparty. Er wolle "Bürgernähe auch praktisch leben".
Newsdesk Heute
06.08.2026, 12:28
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Kuriose Aktion in der deutschen Stadt Mannheim. Das dortige Rathaus könnte schon bald Schauplatz einer Swingerparty werden. Der Vorstoß kommt von Stadtrat Julien Ferrat (35) von der lokalen Wählervereinigung "Die Mannheimer".

Das Motto der Veranstaltung soll "Ein FKK-Swinger-Paradies für Mannheim" lauten. Laut Ferrat würde sich das Rathaus aufgrund seiner zentralen Lage perfekt für Swingerpartys eignen. Ihm zufolge gebe es laut Hausordnung oder kommunaler Satzung kein explizites Verbot für eine solche Veranstaltung.

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Recht auf Swingerparty einklagen

Sollte die Stadtverwaltung die Swingerparty untersagen, will Ferrat sogar den Rechtsweg beschreiten. Notfalls wolle er sogar vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Dem Stadtrat zufolge sei der Ansatz einer politischen Swingerparty ein "innovatives Konzept und somit juristisches Neuland". Demnach gebe es noch keine höchstrichterliche Rechtsprechung, ob eine Swingerparty im Rathaus im Rahmen der Ausübung eines kommunalen Mandats zulässig sei.

Auch wenn Ferrat in letzter Instanz verlieren sollte und die Swingerparty somit untersagt wird, bedeute dies keinesfalls die Absage des Events. Zur Not würde die Veranstaltung "in privaten Räumlichkeiten" stattfinden, versicherte der Kommunalpolitiker. Ihm sei wichtig, nicht nur abstrakt von Bürgernähe zu sprechen. Der 35-Jährige wolle "Bürgernähe auch praktisch zu leben". Die Swingerparty richte sich an aufgeschlossene Bürger der Stadt, die "Kommunalpolitik von einer neuen Seite erleben möchten"

Nicht die erste kuriose Aktion

Die nunmehrige Aktion im Rathaus ist nicht der erste Streich des 35-Jährigen. Bereits im letzten Jahr hatte er mit einer Bildungsreise in das FKK-Swinger-Paradies "Village naturiste" in Cap d’Agde für ordentlich Wirbel gesorgt. Einen solchen Ort hätte der 35-Jährige auch gerne in Mannheim und verfolgt dabei nicht nur sexuelle Gelüste.

Laut Ferrat würde ein Swinger-Paradies "jährlich Millionen in die Stadtkasse spülen". Seine geplante Aktion sei als Protest gedacht, um seiner politischen Forderung Nachdruck zu verleihen. Er betonte, dass das Village naturiste in Cap d’Agde weltweit als Nischen-Tourismus-Projekt bekannt sei und einen Millionenbetrag pro Jahr einspiele – alleine durch den Verkauf von Zutrittskarten. Mit einem Swinger-Paradies könnte Mannheim also Einnahmen lukrieren, ohne dafür die Bevölkerung mit höheren Steuern zu belasten, so der Kommunalpolitiker.

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