US-Präsident Donald Trump hat Berichte über eine angebliche Munitionsknappheit der US-Streitkräfte im Krieg gegen den Iran scharf zurückgewiesen. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, das Militär verfüge über "riesige Mengen an Munition", insbesondere bestimmter Waffensysteme.
Zuvor hatten mehrere US-Medien berichtet, dass Engpässe bei Raketen und Luftabwehrsystemen Trumps militärische Pläne gebremst hätten. Laut der "Washington Post" soll Trump Verteidigungsminister Pete Hegseth vergangene Woche wegen fehlender Munition zur Rede gestellt haben. Dem Bericht zufolge musste das Weiße Haus geplante weitere Angriffe auf den Iran absagen, nachdem die Bestände geschrumpft waren.
Auch der Nachrichtensender CNN berichtete über Probleme bei den US-Streitkräften. Demnach seien fast 80 Prozent der Abwehrraketen vom Typ THAAD bereits verbraucht. Das System gilt nach Patriot als eine der wichtigsten Säulen der amerikanischen Luftverteidigung.
Trump reagierte darauf mit heftigen Angriffen auf die Medien. Die Journalisten, die diese "verräterischen Aussagen" veröffentlicht hätten, würden "gejagt", schrieb der Präsident. Zudem kündigte er an, dass "lange Haftstrafen" angestrebt würden.
Das Weiße Haus stellte sich hinter den Präsidenten. Sprecherin Karoline Leavitt bezeichnete die Berichte über ein Gespräch zwischen Trump und Hegseth als "Fake News". Ein solches Treffen habe es nie gegeben. Auch ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums widersprach den Medienberichten.
Ob es tatsächlich Engpässe bei den US-Raketen gibt, bleibt damit weiter umstritten - die gegenseitigen Vorwürfe zwischen Weißem Haus und Medien werden jedenfalls immer schärfer.