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Polizei blitzt 2021 mehr als fünf Millionen Autoraser

Im Vorjahr 2021 wurden rund 5,1 Millionen Schnellfahrer von der Polizei erwischt. Auch viele Alko- und Drogenlenker gingen den Beamten ins Netz.
Heute Redaktion
23.02.2022, 11:07

Es war ein erfolgreiches Jahr für die Verkehrspolizei. 2021 wurden in ganz Österreich 5.115.525 Schnellfahrerinnen und Schnellfahrer beim Rasen erwischt und aus dem Verkehr gezogen. Ein deutlichen Anstieg von 2,6 Prozent – oder in Zahlen: 131.461 – im Vergleich zu 2020. Das zeigt die aktuelle Verkehrsüberwachungsstatistik, die das Innenministerium am Mittwoch veröffentlicht hat.

Etwa 4,2 Millionen dieser Übertretungen wurden demnach von Radargeräten gemessen, weitere rund 640.000 Fahrzeuglenker wurden mit Lasermessgeräten ertappt. Dazu kommen weitere rund 270.000, die von Zivilstreifen und durch Section-Control-Anlagen beim Rasen geblitzt worden sind. Derzeit sind neun stationäre und mehrere mobile Section-Control-Anlagen landesweit im Einsatz.

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"Österreichs Straßen noch sicherer machen"

"Die Aufgaben für die Polizistinnen und Polizisten waren auch 2021 vor allem durch die Corona-Pandemie geprägt", sagt Innenminister Gerhard Karner laut der Aussendung des BMI. "Trotz dieser Belastungen zeigt diese Bilanz aber auch, dass traditionelle Aufgaben wie die Verkehrsüberwachung nicht vernachlässigt wurden und auch in Zukunft nicht vernachlässigt werden dürfen".

Ziel der Kontrollen sei es, die Präsenz der Polizei an unfallträchtigen oder gefährlichen Stellen zu verstärken, um rücksichtslose und verantwortungslose Lenker mittels punktgenauer Maßnahmen zum Schutz der übrigen Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr zu ziehen, führt Karner weiter aus. Die Straßen in Österreich sollen dadurch noch sicherer gemacht werden", ergänzt der Innenminister.

"Das Ziel von Kontrollen ist, die sichtbare Präsenz der Polizistinnen und Polizisten an unfallträchtigen oder gefährlichen Stellen zu verstärken", schreibt ÖVP-Innenminister Karner in einer Aussendung.
GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com

Deutlich mehr Alko- und Drogenlenker

Einen deutlichen Anstieg gibt es auch in puncto Alkotests. Im Vorjahr wurden insgesamt 1.387.955 Alkoholkontrollen durchgeführt – ein Plus von ganzen 13,5 Prozent verglichen mit 2020. Gleichzeitig stieg auch die Zahl der Anzeigen wegen Alkohol am Steuer. Während es 2020 noch 25.705 waren, waren es 2021 mit 28.498 um 10,9 Prozent mehr. 

Noch beträchtlicher ist der Anstieg bei den ertappten Drogenlenkern: Hier sind mit 6.338 Fahrzeuglenkern um 14,8 Prozent mehr erwischt worden. Laut Innenministerium sei das auf eine verbesserte Ausbildung von Exekutivbediensteten für den Einsatz der in einem Pilotprojekt erprobten Speichelvortestgeräte zur Erkennung von potentiellen Drogenlenkern sowie dem operativen Einsatz von Amtsärzten bei Schwerpunktaktionen im Straßenverkehr zurückzuführen.

Auch das Handy am Steuer wird zunehmend zum Problem. So ertappte die Polizei – nach 124.000 Fällen im Jahr 2020 – im vergangenen Jahr fast 128.500 Personen am Telefon ohne Freisprechanlage. Das sind rund sechs Prozent mehr. Gleichzeitig stieg auch die Anzahl der Anzeigen bei Straßenkontrollen von LKW und Bussen mit 16,4 Prozent deutlich. Das betraf vor allem die Nichteinhaltung der gesetzlichen Lenk- und Ruhezeitvorgaben sowie technische Fahrzeugmängel, Überladungen und mangelnde Ladungssicherheit.

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