Rapid-Kessel landet vor Gericht – so geht es weiter

Das Skandal-Derby und der Rapid-Kessel der Polizei werden das Land noch wochenlang bewegen. Der Fall landet vor Gericht.
Rapid und seine Fans sprechen von einer gezielten Racheaktion. "Unschuldige wurden gequält", formulierte es Klub-Boss Michael Krammer. Die Polizei spricht hingegen von rechtmäßigen Maßnahmen und kontert mit Videomaterial, auf dem zu sehen ist, wie Rapid-Fans Gegenstände und Schneebälle auf die Südost-Tangente werfen.

Das sei der Auslöser für den darauffolgenden Kessel gewesen. Rapid-Vertreter vermuten hingegen eine geplante Aktion der Exekutive. Rapid-Fans hatten am Donnerstag im Europacup mit einer Anti-Polizei-Choreo für Aufregung gesorgt.

Sieben Stunden mussten Fans am Sonntag bei minus zwei Grad Außentemperatur auf engem Raum, ohne Nahrung oder Toiletten, ausharren. Bilanz: 1338 Identitätsfestellungen. Das Spiel sah keiner von ihnen im Stadion.

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"Der Ball liegt bei Gericht", titelt der "Kurier" und schildert, wie der Fall nun aufgerollt wird. Die Solidargemeinschaft "Rechtshilfe Rapid" wird beim Wiener Landesgericht Maßnahmenbeschwerde einlegen. Bis zu 300 Personen hätten sich inzwischen mit Berichten aus dem Kessel gemeldet. Die Anwälte haben alle Hände voll zu tun. Anfang 2019 soll eine Infoveranstaltung Klarheit schaffen.

Interessant: Die Volksanwaltschaft analysiert parallel den Einsatz der Exekutive. Es wird geprüft, ob die Regeln des Menschenrechtsbeirats eingehalten wurden. Frist: vier Wochen. Dann wird das Urteil verkündet.

Geprüft wird etwa, ob die Einkesselung und die Indentitätsfestellungen rechtens waren, dabei ausreichend zwischen friedlichen und störenden Fans unterschieden wurde.



Rapid-Präsident Krammer riet den betroffenen Fans schon am Montag zu Klagen gegen die Polizei. Folgend seine Statements:

"1.338 Menschen wurden unter Generalverdacht gestellt. Es war eine menschenunwürdige Behandlung. Es ist nur der unglaublichen Disziplin der Rapid-Fans zu verdanken, dass nichts schlimmeres passiert ist. Absurd, dass die Polizei froh ist, ohne Waffengebrauch ausgekommen zu sein."

"Der Einsatz war nicht spontan, der war so geplant."

"Ich ermutere die Fans, den Rechtsweg zu beschreiten. Der Polizei-Einsatz war nicht verhältnismäßig."

"Das Festhalten hat in einem Rechtsstaat nichts verloren. Leute wurden der Freiheit beraubt, das war völlig unverhältnismäßig. Die Fans haben die Möglichkeit, eine Maßnahmenbeschwerde wegen rechtswidriger Freiheitsberaubung zu erheben."

Gleichzeitig verurteilen die Rapid-Boss allerdings auch, dass von einigen Fans Gegenstände auf die Südost-Tangente geworfen wurden: "Leute, die so etwas machen, sind keine Rapid-Fans, sondern Verbrecher", meint Rosenauer. Krammer stellt klar: "Ich will nichts an möglichen Straftaten relativieren. Auch Schneebälle auf die Tangente sind zu verurteilen, die Täter auszuforschen."

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(Heute Sport)

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