Maßnahme gegen Terror

Polizei setzt beim Donauinselfest auf Spezialsperren

Wegen der anhaltend hohen Terrorgefahr setzt die Wiener Polizei beim Donauinselfest auf mobile Rammschutzsysteme.
Newsdesk Heute
03.07.2026, 12:41
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Beim Donauinselfest feierten Hunderttausende Besucher – geschützt werden sie dabei auch von speziellen Rammschutzsystemen eines israelischen Herstellers. Die mobilen Sperren sollen verhindern, dass Autos oder Lkw in Menschenmengen rasen. Darüber berichtet der Kurier am Freitag.

Seit Herbst 2023 gilt in Österreich die zweithöchste Terrorwarnstufe. Deshalb setzt die Wiener Polizei bei Großveranstaltungen auf mobile Fahrzeugsperren der Firma Mifram Security.

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Sperren an den Zufahrten

"Die Landespolizeidirektion Wien verfügt über mobile Rammschutzsysteme, u.a. ein System der Firma Mifram Security. Diese stellen einen Bestandteil eines umfassenden Sicherheitskonzepts zum Schutz von Besucherinnen und Besuchern bei öffentlichen Veranstaltungen in ganz Österreich dar", bestätigte ein Sprecher der Wiener Polizei auf "Kurier"-Anfrage.

Die Sperren werden je nach Gefährdungslage eingesetzt und sind auch beim Donauinselfest an möglichen Zufahrten aufgestellt. "Es handelt sich dabei um Sperren aus Metall, die sich unter dem Fahrzeug verkeilen und es so an der Weiterfahrt hindern", erklärte Michael Holzgruber, Einsatzleiter der Polizei beim Donauinselfest.

Die Rammschutzsysteme ergänzen weitere Sicherheitsmaßnahmen wie Einsatzfahrzeuge, Fahrzeuge des Veranstalters sowie Betonblöcke oder andere bauliche Barrieren. Laut Hersteller wiegt eine Sperre rund 20 Kilogramm, kann von einer Person aufgebaut werden und Fahrzeuge mit bis zu 50 km/h stoppen.

Weltweit im Einsatz

Nach Angaben von Mifram werden die Systeme seit 2003 weltweit eingesetzt. Zu den Kunden zählen unter anderem die US-Armee, das FBI, die japanische Armee, die israelischen Streitkräfte sowie die israelische Flughafenbehörde.

Auch in Europa kommen die Sperren zum Einsatz. Rund um den Dresdner Weihnachtsmarkt wurden sie nach Terrorhinweisen zusätzlich zu Betonblöcken und mit Wasser gefüllten Containern installiert. Frankreich beschaffte die Systeme nach dem Anschlag von Nizza, bei dem am 14. Juli 2016 ein Attentäter mit einem 40-Tonnen-Lkw 86 Menschen tötete.

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