Ein kostenloser Konzertflügel oder ein wertvolles Möbelstück klingt verlockend. Doch hinter solchen angeblichen Schenkungen steckt laut Polizei oft nur ein Trick, um an dein Geld zu kommen.
Die Masche funktioniert so: Per E-Mail wird ein hochwertiger Gegenstand angeboten – etwa ein Flügel von einem Verstorbenen, der an eine Schule, einen Verein oder eine gemeinnützige Einrichtung gehen soll. Das Angebot wirkt zunächst glaubwürdig.
Doch dann kommt der Haken, wie "Chip" berichtet: Für die angebliche Lieferung sollen vorab Transportkosten überwiesen werden – im aktuellen Fall aus Bamberg mehr als 1.000 Euro. Erst durch die eingeschaltete Polizei flog der Betrug auf: Der Konzertflügel existierte gar nicht.
Nach Einschätzung der Ermittler wird diese Masche immer professioneller. Statt mit klassischen Gewinnspielen arbeiten Betrüger zunehmend mit emotionalen Geschichten und scheinbar großzügigen Angeboten. Schulen, Vereine und Kirchen geraten verstärkt ins Visier.
Die Nachrichten sind höflich formuliert, enthalten persönliche Hintergründe und werden teils mit Fotos oder Dokumenten ergänzt. Genau das macht es für Empfänger schwer, den Betrug sofort zu erkennen.
Die angebliche Schenkung passt in ein größeres Muster: Nach Angaben des deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik steckt in etwa jeder dritten unerwünschten E-Mail ein Phishing-Versuch.
Gemeinsam haben diese Maschen fast immer dieselben Mittel: Tarnung, Plausibilität, emotionale Ansprache und finanzieller Zeitdruck. Deshalb solltest du auch bei positiven Überraschungen per Mail oder Telefon misstrauisch bleiben und niemals vorschnell Geld oder persönliche Daten herausgeben.