Die EU hat mit der Richtlinie 2022/2380 für mehr Einheitlichkeit gesorgt: Seit Dezember 2024 müssen alle neuen Handys, Tablets und Kopfhörer über USB-C geladen werden, seit April 2026 gilt das auch für Laptops. Doch USB-C ist nicht gleich USB-C.
Viele schauen beim Netzteil-Kauf nur auf die Wattzahl. Die allein sagt aber wenig über die tatsächliche Ladegeschwindigkeit aus. Entscheidend sind auch Stromstärke und Spannung – und da kommen die kryptischen Abkürzungen ins Spiel.
Wie "Chip" erklärt, sollte man besonders auf die Abkürzung PPS achten. Das steht für "Programmable Power Supply" und ermöglicht es dem Netzteil, die Spannung in winzigen Schritten von 0,02 Volt anzupassen. Der Vorteil: Der Akku wird weniger belastet und bleibt länger gesund.
USB-PD steht für Power Delivery und legt die Regeln für die Stromabgabe fest. Seit der EU-Richtlinie muss jedes Ladegerät mit diesem Standard kompatibel sein. QC bedeutet Quick Charge und ist eine von Qualcomm entwickelte Schnellladetechnik.
GaN steht für das Material Galliumnitrid, das in modernen Netzteilen zum Einsatz kommt. Es ermöglicht höhere Leistung bei kleinerer Bauweise.
Samsungs SFC wiederum ist nur ein Marketingname für Power Delivery mit PPS.
Wenn das Smartphone die Spannung selbst anpassen muss, entsteht dabei Wärme – und die schadet dem Akku auf Dauer.
Ein PPS-fähiges Netzteil übernimmt diese Arbeit und lässt den Akku kühler. Wichtig: Auch das Handy und das Kabel müssen den Standard unterstützen, sonst bringt das beste Netzteil nichts.