Es ist eine Gewohnheit, über die kaum jemand nachdenkt: Das Handy ist geladen, das Kabel bleibt einfach stecken. Viele lassen ihre Ladegeräte dauerhaft in der Steckdose, oft versteckt hinter dem Sofa oder unter dem Schreibtisch. Doch genau dieser Handgriff kann auf Dauer mehr Nachteile haben, als man denkt.
Auch wenn kein Gerät angeschlossen ist, verbraucht ein eingestecktes Ladegerät weiterhin Strom. Der Grund: Im Inneren arbeiten kleine Bauteile, die den Strom aus der Steckdose umwandeln – und das rund um die Uhr. Dieser sogenannte Standby-Verbrauch ist zwar gering, summiert sich aber über Monate und Jahre. Besonders ältere oder günstig produzierte Ladegeräte können dabei deutlich ineffizienter sein.
Neben den Stromkosten gibt es noch einen wichtigeren Punkt: die Sicherheit. Ladegeräte sind Alltagsgegenstände, die oft Stößen, Knicken oder Hitze ausgesetzt sind. Schäden entstehen dabei nicht immer sichtbar. Bleiben solche Geräte dauerhaft eingesteckt, kann es im schlimmsten Fall zu Überhitzung kommen – und damit zu einer echten Brandgefahr.
Viele lassen ihre Ladegeräte aus Bequemlichkeit in der Steckdose, um sich das Suchen oder erneute Einstecken zu sparen. Doch genau diese Bequemlichkeit kann langfristig teuer oder sogar gefährlich werden. Vor allem in Haushalten mit mehreren Geräten summiert sich der unnötige Energieverbrauch schnell.
Wer nicht jedes Mal hinter Möbel greifen möchte, kann auf praktische Lösungen zurückgreifen: Smarte Steckdosen oder Funkstecker werden einfach zwischen Steckdose und Ladegerät gesteckt. Per Knopfdruck oder App lässt sich die Stromzufuhr bequem ein- und ausschalten. Auch Mehrfachsteckdosen mit Schalter bieten eine einfache Möglichkeit, mehrere Geräte gleichzeitig vom Netz zu trennen.