Jetzt ist es fix: In drei Filialen der Sparkasse Neunkirchen gibt es künftig keinen persönlichen Kundenkontakt mehr. Die Standorte in Seebenstein, Pottschach und Kirchberg werden laut "Kronen Zeitung" auf reinen Selbstbedienungsbetrieb umgestellt.
Damit reagiert die Bank auf ein verändertes Kundenverhalten. Immer mehr Menschen erledigen ihre Bankgeschäfte online, klassische Schalterbesuche gehen stark zurück, berichtet am Dienstag die Tageszeitung.
"Einfache Finanzgeschäfte finden heute zunehmend online statt. Das gibt uns die Möglichkeit, uns stärker auf das zu konzentrieren, was unseren Kunden wirklich wichtig ist: persönliche, hochwertige Beratung", erklärt Vorstandsdirektorin Gertrude Schwebisch der "Krone".
Wer weiterhin persönliche Termine möchte, muss künftig auf andere Filialen ausweichen. "Für persönliche Termine stehen diese weiterhin zur Verfügung – von sieben bis 19 Uhr", sagt Schwebisch der Tageszeitung.
Gerade für Kunden, die mit Online-Banking wenig anfangen können, wirft das allerdings Fragen auf. Die Sparkasse versichert gegenüber der "Krone" jedoch, dass Bargeldgeschäfte weiterhin vor Ort möglich bleiben.
"Die täglichen Geldgeschäfte können weiterhin an den Selbstbedienungs-Standorten abgewickelt werden. Und für besondere Situationen werden wir auch künftig individuelle Lösungen finden", erklärt Schwebisch der Tageszeitung.
Für die Mitarbeiter gibt es hingegen Entwarnung. Kündigungen seien nicht geplant, das Personal werde in anderen Filialen eingesetzt. "Die Mitarbeiter werden wie bisher als Betreuer in den Filialverbünden in der Sparkasse Neunkirchen tätig sein", so Schwebisch.
Gutes Personal werde immer gesucht und "wir erweitern unser Betreuerteam laufend".