Der Februar 2026 fällt in Österreich mit einer Temperaturabweichung von knapp +3 Grad gegenüber dem Klimamittel 1991–2020 deutlich zu mild aus. Ein kurzer, markanter Wintereinbruch zur Monatsmitte konnte die insgesamt sehr positive Temperaturbilanz nicht mehr ausgleichen. Regional lagen die Abweichungen meist zwischen +1 und +4 Grad, besonders mild war es unter anderem am Arlberg, im Lungau und in Unterkärnten. Einzelne Orte wie Weitensfeld verzeichneten einen der wärmsten Februare ihrer Messgeschichte.
Gegen Monatsende kamen bereits erste Frühlingsgefühle auf: In Weyer wurde erstmals heuer die 20-Grad-Marke überschritten, auch Innsbruck und Salzburg näherten sich diesem Wert.
Der häufige Tiefdruckeinfluss führte zu einer um etwa 25 Prozent geringeren Sonnenscheindauer. Besonders trüb war es in Ober- und Niederösterreich mit regional 40 bis 50 Prozent weniger Sonne. In Wieselburg wurden insgesamt nur 30 Sonnenstunden registriert – mehr als die Hälfte davon erst zum Monatsende.
Nach zwei sehr trockenen Wintermonaten brachte der Februar ein Niederschlagsplus von rund 50 Prozent und sorgte damit für eine spürbare Entlastung. Regional – etwa rund um St. Pölten, Graz, Osttirol, Oberkärnten und in Teilen Nordtirols – fiel sogar mehr als doppelt so viel Niederschlag wie üblich.
Für den gesamten Winter halbierte sich das Niederschlagsdefizit von rund -50 auf etwa -25 Prozent. Ohne den nassen Februar wären die Folgen für Wasserhaushalt und Gletscher deutlich gravierender ausgefallen.
Der Wintereinbruch brachte vielerorts die höchsten Schneemengen der Saison: In St. Pölten fielen binnen 24 Stunden 20 Zentimeter Neuschnee, in Wien rund 15 Zentimeter. Vor allem in der Südsteiermark kam es durch schweren Nassschnee zu Schneebruch.