Mann sitzt in Dubai fest

"Drohne neben mir abgeschossen": Österreicher in Angst

Christian Wieland aus NÖ wollte heute nach Wien zurückfliegen. Wegen laufender Drohnenangriffe und Flugsperren sitzt der Mann aber in Dubai fest.
Victoria Carina  Frühwirth
02.03.2026, 20:53
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Für Christian Wieland wurde der aktuelle Aufenthalt in Dubai binnen weniger Tage zum Ausnahmezustand, erzählt er im "Heute"-Gespräch. Der Unternehmer aus Traisen (Bezirk Lilienfeld, NÖ) hat seit drei Jahren ein Apartment in Dubai und reist etwa einmal im Monat in die Metropole.

Seit 24. Februar ist er wieder vor Ort. Seine Familie hat damit gerechnet, ihn heute, am Montag, wieder in die Arme zu schließen. Wegen der angespannten Sicherheitslage musste er aber umbuchen. Jetzt hofft er, am Mittwoch ausfliegen zu können.

Zeuge von Drohnenabschuss

Am Samstag erlebte der Niederösterreicher einen Angriff aus nächster Nähe. "Ich war um 18:30 Uhr mit meinem Kollegen zum Essen verabredet. Wir leben beide im selben Apartmentkomplex in Dubai. Wir sind also gemeinsam auf die Straße gegangen. Da habe ich ein Geräusch gehört, wie von Raketen. Tatsächlich hat es sich aber um eine echte Drohne gehandelt."

Wieland beobachtete das Flugobjekt direkt über sich. "Ich sah noch, wie sie durch die Luft flog über uns – sie sah aus wie ein dreieckiger Jet. Dann wurde sie abgeschossen und die Trümmer wurden in ein Hotel geschleudert. Das Hotel liegt nur 200 Meter von mir entfernt."

Durch die herabstürzenden Teile habe ein Gebäude Feuer gefangen. "Durch die Drohnenteile begann das Hotel zu brennen. Zum Glück gab es nur vier Verletzte, es war ein Nebengebäude des Hotels."

Nacht in Schutz-Garage verbracht

Die Bewohner des Apartmentkomplexes wurden daraufhin in Sicherheit gebracht. "Wir sind also wieder in unser Hotel gegangen, wurden dort in die Tiefgarage gebracht, wo wir die Nacht auf Sonntag verbrachten." Wieland bewundert die gute Organisation seines Apartmentgebäudes in der Krisensituation – jener, die seit einer halben Woche fast andauert.

Weil er einen Mietwagen hatte, konnte Wieland im Auto schlafen. Andere Bewohner hatten weniger Glück. "Ich habe aber Familien gesehen, die mit Decken direkt auf dem Beton schlafen mussten."

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Seitdem sei der Alltag des Niederösterreichers stark eingeschränkt, erzählt er gegenüber "Heute": "Die Stimmung ist bedrückend, man ist den ganzen Tag angespannt und wartet auf den nächsten Angriff und Alarm über das Handy, um wieder in die Tiefgarage geschickt zu werden." Strand und Pools seien aus Sicherheitsgründen gesperrt, ans fröhliche Plantschen denkt hier aktuell aber ohnehin niemand mehr. Trotzdem dreht der ein- oder andere eine einsame Runde über den Strand, bevor es zurück in die eigenen vier Wände geht.

Eingebunkert in Luxusviertel

Auch auf den Straßen sei es laut Wieland ungewöhnlich ruhig. "Auch die Straßen sind leer, Autos fahren hier kaum noch." Mehrmals täglich würden Drohnenalarme ausgelöst, dann heißt es wieder "Ab in die Tiefgarage". Wieland: "Heute, am Montag, wurde eine Drohne direkt über uns abgeschossen. Ich habe sie noch fliegen sehen. Dann gab es einen Krach, die Trümmer flogen wohl ins Meer."

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Die Bewohner verbringen deshalb viel Zeit im Gebäude. "Mein Alltag besteht jetzt daraus, im Apartment zu sitzen und viel mit einem Kollegen aus Niederösterreich zu sprechen, der im selben Komplex wohnt. Wir zeigen uns gegenseitig Videos von den Drohnenangriffen und dem Feuer – in Dubai, im Iran und Oman. Dann gehen wir auf einen Kaffee, bevor wir zurück in die Apartments ziehen.

Mit seiner Familie in NÖ steht Wieland ständig in Kontakt. "Meine Familie und Freunde aus Österreich freuen sich, wenn ich wieder da bin. Im Moment sind wir in ständigem Austausch, das beruhigt sie."

{title && {title} } VF, {title && {title} } Akt. 03.03.2026, 09:44, 02.03.2026, 20:53
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