Wenn die Temperaturen steigen, scheinen mobile Klimaanlagen die einfachste Lösung zu sein: Gerät kaufen, aufstellen, Abluftschlauch aus dem Fenster und fertig. Vor allem für Mietwohnungen ist das attraktiv, weil keine aufwändige Installation nötig ist.
Doch beim Blick auf die Stromrechnung zeigt sich schnell: Nicht jedes Gerät kühlt gleich effizient. Der Stromverbrauch kann je nach Bauart erheblich variieren.
Die Rechnung ist dabei simpel, wie chip.de berichtet: Ein mobiles Monoblock-Gerät mit 1.000 Watt Leistungsaufnahme verbraucht pro Stunde rund eine Kilowattstunde Strom. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh kostet eine Stunde Kühlung also etwa 30 Cent.
Läuft das Gerät an 50 heißen Tagen jeweils sechs Stunden, kommen schnell 300 kWh pro Saison zusammen. Das entspricht Stromkosten von rund 90 Euro – nur für die Klimaanlage.
Das Problem: Mobile Monoblock-Geräte blasen warme Luft über einen Abluftschlauch nach draußen. Dadurch entsteht im Raum ein Unterdruck, und durch Ritzen oder Türen strömt warme Außenluft nach. Das Gerät muss also ständig gegen neu einströmende Wärme ankämpfen.
Wer dauerhaft kühlen will, sollte nicht nur auf den Kaufpreis schauen. Moderne Split-Klimaanlagen mit Inverter-Technologie arbeiten deutlich effizienter als mobile Geräte. Ein günstiges Monoblock-Gerät kann für einzelne Hitzetage oder das Schlafzimmer aber völlig ausreichen.
Der Haken bei Split-Anlagen: Fest installierte Geräte mit fluorierten Kältemitteln dürfen nicht selbst angeschlossen werden. Laut EU-F-Gase-Verordnung müssen bestimmte Arbeiten am Kältemittelkreislauf von zertifizierten Fachbetrieben erledigt werden.
Tipp: Den tatsächlichen Stromverbrauch kann man mit einem Energiemessgerät direkt am Gerät erfassen. So weiß man genau, was die Abkühlung kostet.