Millionen Nutzer betroffen

"Jeder Bürger ab Sommer 2026!" Alles neu bei ID Austria

Die neue ID-Austria-App ist da. Für Millionen Nutzer ändern sich einige Abläufe. Die neue App bringt Änderungen, die viele erst jetzt bemerken werden.
Digital  Heute
18.06.2026, 16:28
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Wer in Österreich Behördengänge digital erledigt, kommt an der ID Austria kaum noch vorbei. Seit der Umstellung von "Digitales Amt" auf die neue App "ID Austria" hat sich bei der digitalen Identität einiges verändert. Die digitale Verwaltung in Österreich bekommt nun den nächsten Ausbau. Die ID Austria, die bereits Millionen Menschen für digitale Behördenwege nutzen, wird um mehrere neue Funktionen erweitert. Im Mittelpunkt stehen dabei digitale Vollmachten direkt am Smartphone sowie eine neue KI-Assistentin namens "ida", die Bürger künftig bei Fragen rund um Verwaltungsangebote unterstützen soll.

Für Nutzer bringt die aktuelle Erweiterung vor allem eine Neuerung, die im Alltag rasch relevant werden könnte. Ab sofort können Vollmachten auch mobil genutzt werden. Damit wird es erstmals möglich, digitale Amtswege direkt am Handy für eine andere Person zu erledigen. Bisher waren solche Vorgänge eingeschränkt. Die neue Funktion soll Behördengänge vereinfachen und mehr Wege in die digitale Welt verlagern. Neu ist außerdem die engere Verknüpfung mit der digitalen Ausweiswelt. Die Plattform eAusweise kann nun direkt vom Startbildschirm der ID-Austria-App aus aufgerufen werden.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Nutzer gelangen damit schneller zu ihren digitalen Dokumenten und müssen nicht mehr zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln. Die wohl größte Neuerung folgt allerdings erst in wenigen Wochen. Ab Sommer 2026 startet mit "ida" eine eigene KI-Assistentin für die digitale Verwaltung. Der Chatbot soll rund um die Uhr erreichbar sein und Fragen in natürlicher Sprache beantworten. Nutzer sollen also nicht mehr lange nach Informationen suchen müssen, sondern ihre Anliegen direkt in einem Chat stellen können. Die Antworten sollen sich auf offizielle Informationsquellen stützen.

"Jeder Bürger ab Sommer 2026"

Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll sieht darin einen wichtigen Schritt für die digitale Verwaltung. "Digitale Verwaltung muss einfach, sicher und verständlich sein. Mit der KI-Assistenz 'ida' bekommt jeder Bürger ab Sommer 2026 seinen ersten digitalen Assistenten vom Staat zur Verfügung gestellt. Bürgerinnen und Bürger sollen dadurch Informationen schneller finden und Services leichter nutzen", sagte Pröll. Nach Angaben des Projektteams soll die ID Austria gleichzeitig für mehr Menschen zugänglich werden. Dafür werde die Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen und Organisationen für Menschen mit Behinderungen intensiviert.

Ziel sei es, digitale Angebote möglichst barrierefrei nutzbar zu machen. Pröll betonte zudem: "Digitale Services müssen für alle Bürgerinnen und Bürger verständlich, zugänglich und verlässlich sein. Deshalb entwickeln wir die ID Austria konsequent entlang der Bedürfnisse der Menschen weiter." Besonders sensibel ist bei einer staatlichen KI das Thema Datenschutz. Laut den Verantwortlichen wurde "ida" deshalb so entwickelt, dass die technische Infrastruktur vollständig in Österreich betrieben wird. Die KI greift ausschließlich auf verifizierte Informationsquellen wie oesterreich.gv.at und id-austria.gv.at zurück.

Reise hin zu digitalen Assistenten

Personenbezogene Daten würden nicht gespeichert, Anfragen in Echtzeit verarbeitet und weder Tracking noch Profiling eingesetzt. Die Verantwortlichen sehen die neue Assistenz nur als ersten Schritt. Langfristig soll "ida" nicht nur Informationen liefern. Künftig könnte die KI Nutzer auch aktiv bei digitalen Behördenwegen unterstützen – allerdings nur dann, wenn diese das ausdrücklich wünschen. Damit zeichnet sich bereits ab, wohin die Reise bei der digitalen Verwaltung gehen soll: weg von komplizierten Formularen, hin zu einem digitalen Assistenten, der durch staatliche Online-Angebote führt.

Parallel dazu geht auch die ID-Austria-Servicetour wieder auf Reisen. Vom 1. Juli bis 31. August können sich Interessierte österreichweit für eine ID Austria registrieren lassen.

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