Finanzamt wollte 10.000 Euro

Panne bei ID-Austria, dann stand Exekutor vor der Tür

Eine Steirerin soll einen Bescheid ignoriert und 10.000 Euro Steuerschulden nicht bezahlt haben – doch der Fehler lag gleich doppelt beim Amt.
Newsdesk Heute
16.05.2026, 14:11
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"Meine Mandantin ist verständlicherweise aus allen Wolken gefallen."

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, erlebte eine Grazerin unlängst den Schock ihres Lebens. Aus dem Nichts stand plötzlich der Exekutor vor ihrer Tür und verlangte eine Zahlung von 10.000 Euro. Was erst wie ein Betrugsversuch oder eine Verwechslung klingt, sollte sich noch als deutlich bizarrer herausstellen.

Hotline gab Betroffener die Schuld

Wie mittlerweile geklärt werden konnte, handelte es sich um eine IT-Panne bei der ID-Austria. Die betroffene Frau traf dabei keinerlei Schuld. Es konnte nämlich nachgewiesen werden, dass sie den gegenständlichen Bescheid niemals bekommen hatte – und auch nicht bekommen konnte.

Zwar ist sie bei der ID-Austria registriert, wurde aber weder dort noch per E-Mail über den Eingang einer Nachricht informiert. Bei der Service-Hotline wurde ihr daraufhin selbst die Schuld gegeben, soll den Bescheid "übersehen" haben, alles sei korrekt gelaufen.

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Verschollener Bescheid war zudem falsch

Doch die Steirerin beharrte auf ihrer Position. Zu Recht, wie sich später herausstellte. Tatsächlich gab es damals bei der Registrierung einen Verknüpfungsfehler von Datensätzen. Bescheide verließen also das Amt korrekt, landeten dann aber im digitalen Nirvana und konnten gar nicht übermittelt werden.

Damit nicht genug: "Wie sich später herausstellte, ist der Bescheid zudem inhaltlich nicht einmal korrekt gewesen. Der Vorwurf, dass meine Mandantin ihr Einkommen nicht korrekt versteuert habe, war einfach falsch", sagt Anwalt Christian Horwath der "Kleinen Zeitung". Die Frau hatte letztlich also auch die 10.000 Euro, um die es ging, nicht zu zahlen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 16.05.2026, 14:15, 16.05.2026, 14:11
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