Was heuer neu kommt

Digitales Amt: Diese Services gehen durch die Decke

Starkes Wachstum im Vorjahr für Urkunden per Klick, elektronische Unterschrift, Führerschein am Handy. 2026 wird die Online-Verwaltung ausgebaut.
Angela Sellner
26.01.2026, 06:30
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Das digitale Amt und die ID Austria boomen in Österreich, zeigt eine "Heute" vorliegende erste Bilanz des Vorjahres.

Die zentrale Plattform oesterreich.gv.at wurde 2025 deutlich stärker genutzt als im Jahr davor: Um 37 Prozent mehr Anmeldungen verzeichnete das Bürgerportal – das sind in absoluten Zahlen um 4,4 Millionen mehr als im Vergleichszeitraum 2024. Insgesamt gab es bis Anfang Dezember über 104 Millionen Zugriffe und knapp 428 Millionen Seitenaufrufe.

Besonders gefragt waren Informationen zu Kfz und Führerschein, gefolgt von Pension und Reisepass. Auch Themen rund um Geburt und Erbschaft wurden stark abgerufen.

Immer mehr Urkunden per Klick

Auch die angebotenen Online-Verwaltungsdienste werden immer häufiger genutzt. Das Urkundenservice legte mit 31 Prozent am stärksten zu – darüber können etwa Auszüge aus dem Zentralen Personenstandsregister wie Geburtsurkunden bestellt werden.

Der Digitale Babypoint mit Infos über Behördenwege bei der Geburt, Obsorge, Familienbeihilfe, Elternkarenz etc. wurde über 45.000 Mal genutzt, dabei wurden unter Verwendung der ID Austria 3.685 Urkunden ausgestellt.

„Die steigende Nutzung zeigt, dass das Angebot bei den Bürgern ankommt.“
Alexander PröllDigitalisierungsstaatssekretär (ÖVP)

Beliebt ist auch die elektronische Wohnsitz-An- oder Ummeldung: Von Jänner bis November 2025 gab es über 160.000 Meldevorgänge.

Online rechtsgültig unterschreiben

Besonders gut läuft das im Februar 2025 neu gestartete PDF-Signatur-Service: Es wurde bereits über 311.000 Mal genutzt. Diese digitale Unterschriftmöglichkeit mittels elektronischer Signatur ist in der EU rechtlich einer handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt. Nutzer können also elektronische Dokumente rechtssicher unterschreiben, ohne sie ausdrucken beziehungsweise scannen zu müssen.

"Die steigende Nutzung zeigt, dass das Angebot bei den Bürgern ankommt", so Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll (ÖVP): "Das ist Digitalisierung, die Nutzen bringt."

Neues Bürgerbüro

Als Anlaufstelle für alle, die Fragen rund um digitale Amtswege oder die ID Austria haben, wird Anfang Februar ein Bürgerbüro für Digitalisierung in der Wiener City eröffnet, kündigte Pröll gegenüber "Heute" an: "Es gibt einfach eine Gruppe, die in der Digitalisierung noch nicht so tief drin ist – und die wollen wir hier mitnehmen."

Sehr beliebt ist auch die Plattform eAusweise. Digitaler Führerschein und Zulassungsschein wurden jeweils über eine Million Mal registriert. Zusätzlich sind 439.176 digitale Altersnachweise aktiv, insgesamt wurden 569.673 digitale Identitätsnachweise ausgegeben.

Neuerungen in der Pipeline

Aktuell nutzen deutlich mehr als vier Millionen Menschen in Österreich die ID Austria. Bis Ende 2029 will Pröll alle an Bord holen.

Die ID Austria sowie die digitalen Amtsservices werden kontinuierlich ausgebaut. Neu kommt im März der digitale Studierendenausweis. Mehr Neues für die ID Austria soll noch im ersten Halbjahr vorgestellt werden.

Übrigens: Auch die E-Card wird digital und soll noch im Laufe des ersten Quartals auch aufs Smartphone kommen.

{title && {title} } sea, {title && {title} } Akt. 26.01.2026, 11:32, 26.01.2026, 06:30
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