Mehrere dänische Polizeibezirke melden eine Zunahme von Betrügereien auf Autobahnen. Dabei täuschen Personen auf dem Standstreifen eine Notlage vor und nutzen hilfsbereite Autofahrer aus.
Die Täter versuchen etwa, wertlosen Schmuck oder Lederjacken zu verkaufen. Während des Gesprächs räumen Komplizen unbemerkt das Fahrzeug aus. In manchen Fällen legen sie Schmuck an und nehmen ihn wieder ab, um dabei echten Schmuck zu stehlen.
Wie "chip.de" unter Berufung auf den dänischen Sender TV2 Øst berichtet, rät die Polizei dringend, bei solchen Situationen nicht anzuhalten und keine Waren zu kaufen. Wertgegenstände sollten im Auto gesichert werden. Wer einen verdächtigen Vorfall beobachtet, soll Abstand halten, das Kennzeichen notieren und die Polizei informieren.
Auch der ÖAMTC warnt vor typischen Betrugsmaschen auf Reiserouten. Besonders verbreitet: betrügerische Abschleppdienste, die nach einer Panne plötzlich auftauchen und das Auto zu teuren Partnerbetrieben schleppen – vor allem in Kroatien und Slowenien.
Eine weitere Masche sind gestellte Pannen wie ein plötzlicher Reifenplatzer nach einem Stopp. Dabei nutzen Diebe die Notsituation, um das Fahrzeug auszurauben. Der sogenannte Spiegeltrick ist besonders in Spanien und Italien verbreitet: Betrüger werfen Gegenstände gegen das Auto und verlangen hohe Schadenersatzzahlungen.
Der wichtigste Tipp: Nach jedem Halt das Auto kontrollieren. Bei verdächtigen Situationen im Wagen bleiben, Türen verriegeln und sofort die Polizei rufen.