Marco W. (32) und seine Freundin erwischten den Regionalzug von Solothurn nach Bern gerade noch. Doch das Ticket lösten sie erst, als sich der Zug bereits in Bewegung setzte – er 17, sie 32 Sekunden nach Abfahrt.
Kurz darauf stiegen Kontrolleure ins Abteil ein. Das Ergebnis: Beide mussten eine Strafe zahlen. Für seine Freundin fielen 90 Euro an, für ihn sogar 130 Euro – da er zuvor bereits einmal in die sogenannte Sekundenfalle getappt war.
Wie "chip.de" unter Berufung auf die Schweizer Zeitung "Blick" berichtet, brachte auch eine schriftliche Beschwerde von W. nichts. Insgesamt musste das Paar 220 Euro berappen.
"Wenn wir wollen, dass die Leute den öffentlichen Nahverkehr nutzen, muss er attraktiv sein. Mit solchen Erlebnissen vergrault man Leute", kritisiert W., der selbst als Projektmanager in der Mobilitätsbranche arbeitet.
Zum Vergleich: In Deutschland beträgt das erhöhte Beförderungsentgelt für Schwarzfahrer in Bus und Bahn in der Regel 60 Euro – deutlich weniger als in der Schweiz. In Österreich ist es dagegen teurer, je nach Öffi-Art 110 bis 135 Euro.