iPhone gestohlen

Romina ortet ihr Handy in Asylzentrum – alle machtlos

Brisanter Fall: Eine junge Frau ortet nach einem Diebstahl ihr iPhone in einem Asylzentrum – doch die Behörden sind machtlos.
Digital  Heute
09.05.2026, 21:20
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Vor wenigen Tagen wurde Romina (21) aus Thun während einer Partynacht in Bern bestohlen, berichtet "20 Minuten". Kurz nach 1 Uhr bemerkte sie demnach, dass ihr iPhone 15 verschwunden war. Mithilfe der "Wo ist"-App von Apple konnte sie das Gerät lokalisieren.

Die Ortung führte Romina zum Bundesasylzentrum in Kappelen bei Lyss. Dort erstattete sie am Sonntag Anzeige bei der Polizei und suchte das Zentrum persönlich auf, doch weiterhelfen konnte ihr niemand. "Das Asylheim konnte nicht weiterhelfen, weil nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner durchsucht werden dürfen", wird Romina von "20 Minuten" zitiert.

Und auch sonst scheinen alle machtlos zu sein. Das Schweizer Staatssekretariat für Migration (SEM) erklärt, dass die Ortung zu ungenau sei, um gezielt eine Durchsuchung im Asylzentrum durchzuführen. Ohne das Einverständnis der betroffenen Personen fehle die rechtliche Grundlage für eine Kontrolle. Durchsuchungen ohne Zustimmung dürfen ausschließlich von der Polizei vorgenommen werden.

Polizei prüft Einzelfall, aber technische Grenzen

Die Kantonspolizei Bern bestätigte, dass eine Anzeige zu dem Diebstahl eingegangen ist. Jede Meldung werde ernst genommen und die Umstände des Einzelfalls sorgfältig geprüft. Die technischen Möglichkeiten der Handy-Ortung seien jedoch begrenzt, insbesondere in großen Gebäuden könne der genaue Standort des Geräts meist nicht eindeutig festgestellt werden.

Laut Polizei müsse zudem die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben, bevor ein großes Gebäude mit über 100 Personen durchsucht werde. Im Fall von Rominas Handy sei die Ortung zwar ein Hinweis, aber es sei nicht eindeutig, wer für den Diebstahl verantwortlich ist. Zusätzliche Zeugen oder klare Hinweise könnten die Situation verändern.

{title && {title} } red, {title && {title} } 09.05.2026, 21:20
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