Das neue Dosenpfand bringt nicht nur Konsumenten ins Schwitzen, sondern auch die Gastro-Szene. Nach jeder Partynacht bleiben Hunderte Alu-Behälter übrig – die Entsorgung ist harte Arbeit. "Wir müssen immer wieder zum Pfand-Automaten, da stehst du schon drei Stunden und länger dort", sagt Nightlife-Profi Reza-Yasha Afdasta.
Der Gastronom betreibt mehrere Bars, Restaurants und Cafés – und eben den bekannten Club IGNIS et NOX in der Wiener Innenstadt, gleich neben dem Schwedenplatz. Jetzt ist ihm die Idee gekommen, die Entlastung bringen soll.
"Ich will Mehrwert für uns, aber auch für die Allgemeinheit schaffen", sagt Afdasta. Das Problem war: "Recycling war zu viel Arbeit, das zahlt sich auch finanziell für uns nicht aus. Wegschmeißen kommt aber auch nicht infrage." Die Idee: "Wir spenden es eben!"
In all seinen Betrieben werden jetzt die Mehrwegdosen und Flaschen eingesammelt und an die Caritas übergeben: "Uns ist wichtig zu zeigen, dass soziales Engagement und Nachhaltigkeit auch in der Gastronomie Platz haben. Jeder kann einen Beitrag leisten – selbst etwas so Alltägliches wie eine Dose oder Flasche kann am Ende Großes bewirken."
Derzeit – damit es sich für alle auszahlt – werden die Behälter zwei Wochen lang gesammelt, dann werden die Säcke übergeben.
Doch Reza-Yasha Afdasta plant viel Größeres: "Ich will die Clubszene animieren, mitzumachen, wir könnten richtig viel bewegen." Er verrät: "Es tut sich schon was, einige überlegen einzusteigen." Dann sollen auch weitere Hilfsorganisationen mit Spenden bedacht werden.
An die Song-Contest-Veranstalter appelliert der Gastro-Unternehmer: "Auch solche Groß-Events sollten mitmachen, da kommt noch viel mehr zusammen – wir sollten Verantwortung übernehmen!"