Was für deutsche und österreichische Ohren zunächst nach einem Scherz klingt, ist in den Niederlanden längst ein echter Klassiker. "Patatje Oorlog" - wörtlich übersetzt "Pommes-Krieg" - erlebt aktuell wieder einen kleinen Hype auf Food-Feeds und bei Streetfood-Events.
Serviert werden frisch frittierte Pommes mit einer Kombination aus Erdnuss- bzw. Saté-Soße, Mayonnaise und rohen Zwiebeln. Der Name bezieht sich auf das optische Durcheinander: helle Mayo, braune Soße, rohe Zwiebeln - ein kleines "Schlachtfeld" aus Toppings.
Wie chip.de berichtet, steckt hinter dem Gericht auch ein Stück niederländische Esskultur. Die würzige Erdnusssoße ist kein Zufall, sondern verweist auf den starken indonesischen Einfluss in der niederländischen Küche durch die Kolonialgeschichte.
Die Mischung klingt ungewöhnlich, soll aber erstaunlich gut funktionieren: Die würzige Erdnusssoße bringt Tiefe und leichte Schärfe, die Mayonnaise sorgt für Cremigkeit, die rohen Zwiebeln liefern Biss und Frische. Entscheidend ist die Balance - die Pommes müssen außen knusprig bleiben.
Fast jeder Imbiss und jede Familie in den Niederlanden hat ihre eigene Variante. Mal ist die Soße schärfer, mal süßer, mal kommen noch Knoblauch, Sojasoße oder Honig dazu.
Wer den Imbiss-Klassiker zu Hause nachkochen will, braucht mehligkochende Kartoffeln, stückige Erdnussbutter, Kokosmilch, Sojasoße, Sesamöl, etwas Chili und natürlich Mayo. Die Kartoffeln werden in Stifte geschnitten, vorgekocht und dann doppelt frittiert - erst goldgelb, dann noch einmal knusprig.
Am Schluss kommen Erdnusssoße, Mayo und fein gewürfelte Zwiebeln drauf. Und fertig ist der niederländische Kult-Snack!