Er beißt auf die Zähne

Posch nach Kieferbruch: "Essen geht schon wieder"

Stefan Posch hat aufregende Tage hinter sich. Er zog sich beim WM-Auftakt einen Kieferbruch zu, lief trotzdem gegen Argentinien auf.
Sport Heute
24.06.2026, 05:59
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Erst am 17. Juni war Posch in der Schlussphase des WM-Auftaktspiels gegen Jordanien mit Gegenspieler Odeh Fakhoury zusammengestoßen. Dabei erlitt der Mainz-Legionär einen Kieferbruch. Trotzdem lief Posch fünf Tage später, am Montagabend, gegen den zweiten Gruppengegner Argentinien auf. Und bot eine solide Leistung gegen den amtierenden Weltmeister.

Eine Schutzmaske ermöglichte es dem 29-Jährigen, zu spielen. Die war unter höchstem Zeitdruck für Posch spezialangefertigt worden. Dafür hatte der ÖFB-Teamspieler zweimal nach Los Angeles fahren müssen – ein echter Zeitstress. "Es waren ereignisreiche Tage, emotionale Tage – von Operation und heimfliegen bis zu ,Wir schaffen es.' Ich habe es auch den Betreuern zu verdanken, dass ich auf dem Platz stehen konnte", erzählte Posch. Die Maske selbst störe ihn nicht, sei angenehmer als eine Gesichtsmaske für einen Nasenbeinbruch.

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"Essen geht schon wieder"

Unangenehmer war hingegen die Verletzung selbst. "Ich hatte schon Schmerzen. Jeder, der einen Kieferbruch hatte, kann sich das vorstellen. Aber es geht mittlerweile wieder. Und auch Essen geht wieder", so Posch schmunzelnd.

Auch im finalen dritten Gruppenduell gegen Algerien wird auf den Rechtsverteidiger eine wichtige Rolle zukommen. Die Ausgangsposition ist derweil knifflig. Österreich und den Nordafrikanern reicht ein Unentschieden zum Weiterkommen. Platz zwei in der Gruppe, den aktuell das ÖFB-Team einnimmt, könnte aber ein Duell mit Europameister Spanien mit sich bringen, Rang drei könnte gar die bessere Ausgangsposition sein.

Auf die berüchtigte "Schande von Gijon" angesprochen, als Deutschland bei einem Nichtangriffspakt bei der WM 1982 mit 1:0 gegen Österreichs Team gewann und beide aufstiegen, ausgerechnet Algerien ausschied, antwortete der 29-Jährige nur kühl: Es beschäftige ihn "gar nicht". "Wir gehen in ein Spiel, um es gewinnen zu wollen. Was dabei herauskommt, wissen wir nicht. Aber wir sind Sportler, Fußballer, und gehen rein, um zu gewinnen. Wir gehen nicht in ein Spiel rein und sagen: ,Heute wollen wir unentschieden spielen´. Das hat keiner von uns gemacht und wird es auch nicht machen", wurde Posch deutlich, schob noch hinterher: "Deshalb stellt sich für uns die Frage nicht."

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